Filminhalt


In dem Film: „ Ich bin ein Elefant Madame“ geht es um einige Schüler des „Alten Gymnasi-ums“ in Bremen, die sich gegen die autoritären Strukturen in ihrer Schule auflehnen. Der Film basiert auf dem Buch „ Die Unberatenen“ von Thomas Valentin und spielt im Jahre 1968. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Schüler Rull (Wolfgang Schneider), der jegliche Ordnung ablehnt. Er zieht mit seinen provokanten Bemerkungen und Aktionen die Mitschü-ler, die Lehrer und die Polizei ins Lächerliche. Barbara, Koch, Ulrike, Haverkamp, Huje, Billa, Gisela und andere sind Mitschülerinnen und Mitschüler Rulls.

Die Filmhandlung spielt überwiegend im „Alten Gymnasium“, doch in einigen Szenen spielt das Geschehen in Worpswede und Umgebung. Man sieht, dass die Schüler eher gelangweilt am Unterrichtsgeschehen teilnehmen. So zum Beispiel verweigert sich ein Schüler, als er seine Berufswahl angeben soll. Es zeigt sich, dass die Schüler ständig Diskussionen fordern. Sehr wichtig ist eine Szene, in der die Schüler der Abschlussklasse gemeinsam auf die Straße gehen, um für niedrigere Straßenbahnpreise zu demonstrieren.

Dass der Film vieles ins Lächerliche zieht, wird wiederum in einer Szene deutlich, als Ulrike einen Monolog darüber hält, was alles passieren kann, wenn man in den Pausen den Schulhof als „gute/r Schüler/in“ verlässt. Sie sagt, dass man nicht zum Bäcker gehen könne, da dies viele Nachteile habe. Man könnte überfahren werden oder womöglich die Stufe zum Bäcker-laden hinunterfallen und sich den Fuß verstauchen.

Man kann Schlussfolgerungen aus einer Szene ziehen, in der ein Lehrer die „Bild- Zeitung“ liest. Die Schlagzeile lautet: „Nur noch Krawall und Schlagstöcke“. Es ist die Ausgabe vom Montag, dem 28. Mai 1968. Dies deutet auf die autoritären Strukturen im Lehrerkollegium oder in der älteren Generation hin. Auf dem Bremer Marktplatz protestieren die Schüler ohne Gewalt, doch schließlich werden sie von der Polizei gestoppt.

Als der Schüler Rull wegen Hakenkreuzschmierereien der Schule verwiesen werden soll und Mitschüler sich mit ihm solidarisieren wollen, nimmt er ihnen jede Möglichkeit zum Wider-stand, indem er die Strafe akzeptiert, ohne dagegen zu protestieren.

Bei aller Respektlosigkeit versuchen die Schüler die fortschrittlichen Lehrer auf ihre Seite zu ziehen. Eine Gruppe von Schülern will ihr Mitbestimmungsrecht an Hand des Falls Rull durchsetzen, doch gelingt dies nicht, weil dieser die Entscheidung der Schulleitung als richtig ansieht. Damit sorgt er für heftige Diskussionen sowohl unter den Schülern als auch unter den Lehrern.