Manfred Hausmann


Manfred Hausmann


Biografie


· 10.9.1898         Manfred Hausmann wurde als Sohn eines Fabrikanten in Kassel geboren.

· 1916                 Er legte ein Notabitur als Soldat in Göttingen ab.

· 1919-1922         Absolvierte er sein Studium in Göttingen, München und Heidelberg.

· 1922                  Promovierte er zum Doktor der Philosophie in München.

                     Lebte er in Osterholz-Scharmbeck.

                            Heiratete er Irmgard Schmidt.

· 1923                  Machte er eine Kaufmannslehre in Bremen.

· 1924                  Kamen seine Zwillinge Tjark und Wolf zur Welt.

· 1925/26             Feuilleton- Redakteur bei der " Weser-Zeitung" in Bremen.

· 1926                  Wanderung durch Deutschland, um Stoff für seinen Roman "Lampioon"

                            zu sammeln.

                    Freier Schriftsteller in Worpswede, wo er auch seitdem lebte.

· 1929                  Im Auftrag der "Kölnischen Zeitung" als Reiseberichterstatter nach

                            Amerika und Kuba entsandt.

· 1930                  Wurde Tochter Bettina geboren.

· 1936                  Sohn Martin wurde geboren.

· 1939/40              War er Soldat

· 1945-1952         Redakteur beim "Weser-Kurier".

· 1950                  Wohnsitz in Bremen-Rönnebeck.

· 1952                   Nochmals freier Schriftsteller

· 1968-1981          Ordinierte er Ältestenpredigten der evangelischen reformierten                                            Gemeinde Rönnebeck- Farge.

· 6.8.1986             Starb Manfred Hausmann im Alter von 87 Jahren.





Schriftstellerische Karriere und literarische Einflüsse


Manfred Hausmann begann in der Zeit der Weimarer Republik eine äußerst erfolgreiche Schriftstellerkarriere. Mit zwei Büchern hatte er besonders viel Erfolg, einmal mit seinen Wandergeschichten um „Lampioon“ und zum anderen mit seinem Jugendroman „Abel mit der Mundharmonika. Der Roman „Lampioon“ erzählt die Geschichte eines Mörders, den seine Tat zum gesellschaftlichen Außenseiter macht. Er ist ein Mann, der das bürgerliche Leben meidet und nur noch seinem Wandertrieb folgt. In „Abel mit der Mundharmonika“ geht es um Abel und seine Freunde, die auf ihren Segeltörn einem Mädchen namens Corinna das Leben retten. Abel verliebt sich in sie. Schüchtern und unerfahren, kann er seine Zuneigung nur mit der Mundharmonika ausdrücken. Für dieses Buch wurde Hausmann von Herman Hesse gelobt, Samuel Fischer verlegte ihn in seinem bekannten Verlag, und er war wirtschaftlich erfolgreich.

Mitte der dreißiger Jahre wandte Hausmann sich immer mehr dem christlichen Glauben zu, und brachte diesen zunehmend auch in seinen Romane und Dramen zum Ausdruck. Ein Teil seiner Leser wandte sich von ihm ab. Sie waren es nicht gewohnt, solche Inhalte zu lesen. Er wurde durch den Philosophen Sören Kierkegaard und den Theologen Karl Barth beeinflusst. Kierkegaard hatte religiöse Predigten veröffentlicht. Manfred Hausmann orientierte sich an ihrer Form. Mit den Kenntnissen, die er aus der Beschäftigung mit dem dänischen Philosophen gewann, wollte er auf seine Leser religiös wirken.


Manfred Hausmann in Worpswede


Manfred Hausmann lebte viele Jahre lang in Worpswede, dem Künstlerdorf in der Nähe von Bremen. Dort war er auch in der kommunalpolitischen Arbeit tätig. Er verweigerte sich auch nie, falls er dazu aufgerufen wurde. In Strafanstalten und Kirchen las und predigte er. Er führte zeitweilig ein unruhiges Leben als Journalist. 1926 kaufte er sich mit seiner Familie ein Haus am Weyerberg in Worpswede. 1927 wurde er dann freier Schriftsteller. Von 1929 bis 1933 und von 1945 bis 1950 gehörte er dem Worpsweder Gemeinderat als SPD-Mitglied an. Von 1939 an diente er als Soldat. Nach Kriegsende unterhielt er als Redakteur ein Büro beim Weser-Kurier in Bremen. 1950 entschloss er sich Worpswede zu verlassen und nach Rönnebeck, einen Ortsteil von Bremen-Blumenthal zu ziehen. Die Ströme und die vielen Schiffe hatten es ihm angetan und er wollte über sie mit den sieben Weltmeeren verbunden sein.


Hausmann – ein Nazi ?


War Manfred Hausmann ein Nationalsozialist?

Arn Strohmeyer behauptet dies jedenfalls in seinem Buch ,,Der Mitläufer”. Mit der Aussage, Manfred Hausmann sei nach dem Zweiten Weltkrieg ,,nicht couragiert genug [gewesen], sein eigenes Mitläufertum öffentlich zu bekennen” verdeutlicht Strohmeyer seinen Standpunkt (S. 88).

Laut Hausmann wurde nämlich jeder Überlebende gleichzeitig auch zum Schuldigen. Die Öffentlichkeit sah in Hausmann jedoch einen der wenigen in Deutschland gebliebenen Schriftsteller, die die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft unbelastet überstanden haben. Genauere Informationen über seine politische Richtung haben wir bei unseren Recherchen aber nicht gefunden.


Beurteilung der von uns benutzten Sekundärliteratur


Das Buch "Der Mitläufer- Manfred Hausmann und der Nationalsozialismus" von Arn Strohmeyer ist unserer Meinung nach sehr langweilig und kompliziert geschrieben. Wir denken, es liegt daran, dass viele Informationen auf wenigen Seiten zusammengefasst wurden. Wenn man aber speziell zu diesem Thema Informationen sucht, kann das Buch sehr hilfreich sein.


Das Buch " Zwischen Kunst und Verkündigung" von Ulrich Kriehn finden wir nicht sehr spannend, weil die Seiten prall gefüllt sind und es keine Bilder zum Anschauen gibt. Es wird nur etwas über Hausmanns Werke berichtet und darüber, wie sie aufgebaut sind.


Das Buch " Dichter an Strom und Deich" von Ulf Fiedler finden wir persönlich interessant und sehr informativ. Ulf Fiedler besucht Manfred Hausmann zu Hause und stellt ihm Fragen. Der Autor erzählt außerdem noch etwas über Hausmanns Umgebung.


Das Buch von Ulf Fiedler " Manfred Hausmann, neu entdeckt", welches 1998 herausgegeben wurde, gefällt uns persönlich gut. Es ist reichlich mit Informationen versehen und man kann viel über den Schriftsteller erfahren. Es ist angenehm zu lesen, weil es mit vielen Bildern und Textausschnitten aus Hausmanns Werken ausgestattet ist.


Das Buch " Worpsweder Kalenderblätter " von Manfred Hausmann wurde 1990 herausgegeben. Unserer Meinung nach ist dieses Buch sehr „gewöhnungsbedürftig“. Hausmann hat Tage aus Worpswede beschrieben, was uns persönlich zu langweilig zum Lesen war. Das Buch enthält mit Text prall gefüllte Seiten und wenig aussagekräftige Bilder.


Unserer Meinung nach ist das Buch „Sind denn die Sehnsüchtigen so verflucht- Die verzweifelte Suche nach Gott im Frühwerk des Dichters Manfred Hausmann“ von Regina Jung-Schmidt zum Teil sehr interessant, da man viel über sein Leben und seine Werke erfährt. Andererseits finden wir es teilweise sehr trocken geschrieben, wodurch es auf die Dauer langweilig wird.





Quellen:


Internet:


www.wikipedia.de

http://www.bautz.de/bbkl/h/hausmann_m.shtml

www.radiobremen.de

www.wissen.de

http://www.tectum-verlag.de/

http://www.klaus-seehafer.de/

www.cyranos.de


Literatur:


Fiedler, Ulf – M. H. neu entdeckt


Fiedler, Ulf – Dichter an Strom


Hausmann, Manfred – W. Kalenderblätter


Jung-Schmidt, Regina – Sind denn die Sehnsüchtigen


Kriehn, Ulrich – Zw. Kunst u. Verkündung


Strohmeyer, Arn – M. H. und der Nationalsozialismus