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Schriftstellerische
Karriere und literarische Einflüsse
Manfred Hausmann begann in der
Zeit der Weimarer Republik eine äußerst erfolgreiche
Schriftstellerkarriere. Mit zwei Büchern hatte er besonders viel
Erfolg, einmal mit seinen Wandergeschichten um „Lampioon“
und zum anderen mit seinem Jugendroman „Abel mit der
Mundharmonika. Der Roman „Lampioon“ erzählt die
Geschichte eines Mörders, den seine Tat zum gesellschaftlichen
Außenseiter macht. Er ist ein Mann, der das bürgerliche
Leben meidet und nur noch seinem Wandertrieb folgt. In „Abel
mit der Mundharmonika“ geht es um Abel und seine Freunde, die
auf ihren Segeltörn einem Mädchen namens Corinna das Leben
retten. Abel verliebt sich in sie. Schüchtern und unerfahren,
kann er seine Zuneigung nur mit der Mundharmonika ausdrücken.
Für dieses Buch wurde Hausmann von Herman Hesse gelobt, Samuel
Fischer verlegte ihn in seinem bekannten Verlag, und er war
wirtschaftlich erfolgreich.
Mitte
der dreißiger Jahre wandte Hausmann sich immer mehr dem
christlichen Glauben zu, und brachte diesen zunehmend auch in seinen
Romane und Dramen zum Ausdruck. Ein Teil seiner Leser wandte sich von
ihm ab. Sie waren es nicht gewohnt, solche Inhalte zu lesen. Er wurde
durch den Philosophen Sören Kierkegaard und den Theologen Karl
Barth beeinflusst. Kierkegaard hatte religiöse Predigten
veröffentlicht. Manfred Hausmann orientierte sich an ihrer Form.
Mit den Kenntnissen, die er aus der Beschäftigung mit dem
dänischen Philosophen gewann, wollte er auf seine Leser religiös
wirken.
Manfred
Hausmann in Worpswede
Manfred
Hausmann lebte viele Jahre lang in Worpswede, dem Künstlerdorf
in der Nähe von Bremen. Dort war er auch in der
kommunalpolitischen Arbeit tätig. Er verweigerte sich
auch nie, falls er dazu aufgerufen wurde. In Strafanstalten und
Kirchen las und predigte er. Er führte zeitweilig ein unruhiges
Leben als Journalist. 1926 kaufte er sich mit seiner Familie ein Haus
am Weyerberg in Worpswede. 1927 wurde er dann freier Schriftsteller.
Von 1929 bis 1933 und von 1945 bis 1950 gehörte er dem
Worpsweder Gemeinderat als SPD-Mitglied an. Von 1939 an diente er als
Soldat. Nach Kriegsende unterhielt er als Redakteur ein Büro
beim Weser-Kurier in Bremen. 1950 entschloss er sich Worpswede zu
verlassen und nach Rönnebeck, einen Ortsteil von
Bremen-Blumenthal zu ziehen. Die Ströme und die vielen Schiffe
hatten es ihm angetan und er wollte über sie mit den sieben
Weltmeeren verbunden sein.
Hausmann
– ein Nazi ?
War
Manfred Hausmann ein Nationalsozialist?
Arn
Strohmeyer behauptet dies jedenfalls in seinem Buch ,,Der Mitläufer”.
Mit der Aussage, Manfred Hausmann sei nach dem Zweiten Weltkrieg
,,nicht couragiert genug [gewesen],
sein eigenes Mitläufertum öffentlich zu bekennen”
verdeutlicht Strohmeyer seinen Standpunkt (S. 88).
Laut
Hausmann wurde nämlich jeder Überlebende gleichzeitig auch
zum Schuldigen. Die Öffentlichkeit sah in Hausmann jedoch einen
der wenigen in Deutschland gebliebenen Schriftsteller, die die Zeit
der nationalsozialistischen Herrschaft unbelastet überstanden
haben. Genauere Informationen über seine politische Richtung
haben wir bei unseren Recherchen aber nicht gefunden.
Beurteilung
der von uns benutzten Sekundärliteratur
Das
Buch "Der Mitläufer- Manfred Hausmann und der
Nationalsozialismus" von Arn Strohmeyer ist unserer Meinung nach
sehr langweilig und kompliziert geschrieben. Wir denken, es liegt
daran, dass viele Informationen auf wenigen Seiten zusammengefasst
wurden. Wenn man aber speziell zu diesem Thema Informationen sucht,
kann das Buch sehr hilfreich sein.
Das
Buch " Zwischen Kunst und Verkündigung" von Ulrich
Kriehn finden wir nicht sehr spannend, weil die Seiten prall gefüllt
sind und es keine Bilder zum Anschauen gibt. Es wird nur etwas über
Hausmanns Werke berichtet und darüber, wie sie aufgebaut sind.
Das
Buch " Dichter an Strom und Deich" von Ulf Fiedler finden
wir persönlich interessant und sehr informativ. Ulf Fiedler
besucht Manfred Hausmann zu Hause und stellt ihm Fragen. Der Autor
erzählt außerdem noch etwas über Hausmanns Umgebung.
Das
Buch von Ulf Fiedler " Manfred Hausmann, neu entdeckt",
welches 1998 herausgegeben wurde, gefällt uns persönlich
gut. Es ist reichlich mit Informationen versehen und man kann viel
über den Schriftsteller erfahren. Es ist angenehm zu lesen, weil
es mit vielen Bildern und Textausschnitten aus Hausmanns Werken
ausgestattet ist.
Das
Buch " Worpsweder Kalenderblätter " von Manfred
Hausmann wurde 1990 herausgegeben. Unserer Meinung nach ist dieses
Buch sehr „gewöhnungsbedürftig“. Hausmann hat
Tage aus Worpswede beschrieben, was uns persönlich zu langweilig
zum Lesen war. Das Buch enthält mit Text prall gefüllte
Seiten und wenig aussagekräftige Bilder.
Unserer
Meinung nach ist das Buch „Sind denn die Sehnsüchtigen so
verflucht- Die verzweifelte Suche nach Gott im Frühwerk des
Dichters Manfred Hausmann“ von Regina Jung-Schmidt zum Teil
sehr interessant, da man viel über sein Leben und seine Werke
erfährt. Andererseits finden wir es teilweise sehr trocken
geschrieben, wodurch es auf die Dauer langweilig wird.
Quellen:
Internet:
www.wikipedia.de
http://www.bautz.de/bbkl/h/hausmann_m.shtml
www.radiobremen.de
www.wissen.de
http://www.tectum-verlag.de/
http://www.klaus-seehafer.de/
www.cyranos.de
Literatur:
Fiedler,
Ulf – M. H. neu entdeckt
Fiedler,
Ulf – Dichter an Strom
Hausmann,
Manfred – W. Kalenderblätter
Jung-Schmidt,
Regina – Sind denn die Sehnsüchtigen
Kriehn,
Ulrich – Zw. Kunst u. Verkündung
Strohmeyer,
Arn – M. H. und der Nationalsozialismus
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