Biografie

Agnes Miegel wurde am 09.03.1979 in Königsberg geboren. Sie wuchs als Einzelkind auf. In ihrer Kindheit lernte Sie viel von ihrem Vater Gustav Adolf Miegel, der ein angesehener Kaufmann war. Ihre Mutter Helene Miegel (geb. Hofer) war bedeutend jünger als der Vater. Von 1894 an lebte die nun Fünfzehnjährige die nächsten zwei Jahre in Weimar, der Stadt, in der die deutschen Dichter Goethe, Schiller und Herder hundert Jahre zuvor gelebt und gearbeitet hatten. In der "Pension Koch" freundete sie sich dann das erste Mal mit dem Schreiben von Gedichten an.

Später hatte sie dan einen Studienaufenthalt in Paris und in England und unternahm schließlich eine Bildungsreise nach Italien.

1898 legte sie ihre ersten Gedichte dem deutschen Literaten Kritiker Carl Busse vor, der sie an Börries Freiherr von Münchhausen weiterleitete und diese dann veröffentlichte (mehr dazu hier). Außerdem begann sie zur Jahrhundertwende eine Ausbildung in einem Nordberliner Kinderkrankenhaus, ein Jahr bevor sie ihr erstes Buch - Gedichte - in dem Verlag Cotta herausbrachte. 1902 erhielt Agnes eine Stelle als Erzieherin an einem Internat in Südengland, welche sie zwei Jahre lang ausübte. Von da an begann sie eine Ausbildung zur Lehrerin in Berlin, die sie wegen Krankheit abbrechen musste.

Und auch die landwirtschaftliche Maidenschule Geiselgasteig beendete sie frühzeitig, um ihren erblindeten Vater bis zu seinem Tode im Jahre 1917 zu pflegen.

Während der Elternpflege bis 1927 arbeitete sie als Redakteurin und Autorin wobei sie 1924 die Ehrendoktorwürde der Königsberger "Albertus-Universität" erhielt.

Von nun an arbeitete sie als freie Schriftstellerin. 1929 bekam sie zu ihrem 50. Geburtstag das Ehrensold ihrer Vaterstadt, 1936 den Herder-Preis, 1939 einen Ehrenbürgerbrief der Stadt Königsberg und nicht zuletzt 1940 den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main.

Als 1945 die russische Armee nahte, flüchtete die Schriftstellerin nach Dänemark. Dort hielt sie sich 1 1/2 Jahre in einem großen Lager versteckt, um dann ein hartes Flüchtlingsjahr in Apelern bei den Münchhausens zu verbringen. Nach der Strapaze zog sie 1948 nach Bad Nenndorf um sich in Ruhe der Literatur zu widmen.

Es folgten mehrere Preise, wie z.B. der Westfälische Kulturpreis, eine Ehrenplakette des Ostdeutschen Kulturrates und die Aufnahme als Ehrenbürgerin in Bad Nenndorf wobei der Literaturpreis der Bayrischen Akademie nicht unerwähnt bleiben sollte. Die am 26. Oktober 1964 in Bad Salzuflen gestorbene Agnes Miegel hinterließ einen Teil von sich selbst in ihren Gedichten und Erzählungen, so dass sie noch heute auf der gesamten Welt existiert.


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