Traum am Morgen

 

Inhalt

Das Buch „Traum am Morgen" von Tami Oelfken erschien 1950 im Bertelsmann Verlag in Gütersloh. Es geht um ein junges Mädchen namens Gina, die ihre Liebe zum Dichten entdeckt.

Der Roman „Traum am Morgen" handelt von einem Mädchen namens Gina, die zusammen mit ihren zwei Schwestern, ihren Eltern und der Großmutter in der Nähe von Bremen lebt. In dem Buch werden die Sehnsüchte der kleinen Gina beschrieben, sei es der Glaube an den Weihnachtsmann, das Christkind oder Jesus und Maria oder das Verlangen nach Freundschaft, Liebe und Schönheit. Gina fühlt sich von ihren Eltern nicht richtig verstanden, da diese sie nicht ernst nehmen und auch kein Verständnis für ihre Sehnsüchte und ihre Begabung aufbringen können. Am Ende der Geschichte verbessert sich das Verhältnis zwischen Gina und den Eltern, denn sie akzeptieren die Wünsche ihrer Tochter doch noch.

Gina entdeckt ihre Leidenschaft für das Dichten, und nach einigem Hin und Her wird ihr gestattet in die Welt zu ziehen, um diese Leidenschaft auszuleben und ihre Sehnsüchte zu erfüllen.

 

 

Leseprobe

„Schönheit um sich zu haben und in sich tragen, war ihr notwendiger als die Luft zum Atmen. Auf vieles im Leben würde Gina leicht verzichten können, aber niemals auf Schönheit."

(Seite 224 f, Zeile 27 ff.)

„Und was ist mit der Liebe? Was ist mit ihr? Wir wachsen ihr entgegen, und eines Tages überkommt sie uns. Selbst wenn wir rund um die ganze Welt kein würdiges Objekt fänden, wir würden Lieben! Wir müssen es! Gar nicht wegen dieses oder jenes Menschen, nicht weil er schön wie ein junger Gott, lächelnd und verstehend wie unser Spiegelbild wäre – o nein! Er ist das alles gar nicht. Er ist nur die Harfe, auf der unsere Seele spielt. Wir müssen lieben, der Liebe wegen!"

(Seite 294, Zeile 1 ff.)

„Ist es uns nicht oft zumute, als wäre unser Dasein in einem beängstigenden Ausmaß verwickelt? Ist es nicht so, als wäre es ganz hoffnungslos, Klarheit und Fortsetzung in unserem verwirrten Dasein zu finden? Als lohne es sich nun nicht mehr, Pläne zu machen, Wege zu suchen, weil die Verworrenheit um uns die Hilflosigkeit in uns größer ist als das bisschen Vernunft!"

(Seite 250, Zeile 5 ff.)

 

 

Meine Meinung

Meiner Meinung nach behandelt dieser Roman Alltagsprobleme, aber auch Familienprobleme, die nicht unbedingt üblich sind.

In dem Buch kommt keine richtige Spannung auf und es ist teilweise etwas anstrengend zu lesen und auch zu verstehen. Dennoch ist es eine gute Geschichte mit einem schönen Ende. Ich würde es nicht als Lektüre für Jugendliche bezeichnen und empfehle es daher eher etwas erwachseneren und reiferen Menschen, die leidenschaftlich gerne lesen.

Außerdem sind mir die Ähnlichkeiten zwischen den Namen, die in der Geschichte vorkommen, und den Namen aus Tami Oelfkens Familie aufgefallen. Deshalb vermute ich, dass es einen autobiografischen Bezug gibt!

Svenja Brand