Tami Oelfken

 

Tami Oelfken ist die zweitälteste Tochter des Hauses. Sie wurde als Marie Wilhelmine am 25. Juni 1888 geboren. Sie war Lehrerin und Schriftstellerin.

Tami hatte wenig Kontakt zu ihrer Familie. Ein Streitpunkt war, dass sie sich ihren Erbanteil für eine Schule in Berlin auszahlen ließ. Nach dem Tod des Vaters führte die bereits vorher eingetretene Entfremdung zu einer endgültigen Trennung zwischen Tami und ihren Verwandten. Für die Familienbeziehung besonders belastend war, dass das Elternhaus in Blumenthal als Mittelpunkt der großen Familie verkauft werden musste, wo Tami bis 1920 ständiger Gast gewesen war.

Aber auch schon vorher war das Verhältnis angespannt, da Tami gegen ihren Willen den Beruf der Lehrerin hatte ergreifen müssen. Ihre Mutter dachte und sagte ihr auch öfter, dass sie wegen ihrer Behinderung sowieso nie einen Mann kriegen würde. Deshalb sei der Beruf gerade richtig für sie. Ein weiterer Grund für die Spannung in der Familie war, dass Tamis Vater nichts von ihren künstlerischen Versuchen z.B. als Dichterin hielt.

Tami war auch einmal mit einem hohen Reserveoffizier verlobt, der im 1. Weltkrieg an der Front eingesetzt war. Zur Heirat kam es aber nie, da er nach dem Krieg mit einer schwangeren polnischen Ehefrau heimkam.

Tami starb am 8. April 1957 in München.