Stine vom Löh

 

Inhalt

Die Novelle „Stine vom Löh" von Tami Oelfken handelt von drei alten Kapitänen. Diese verbringen ihren Lebensabend in Blumenthal an Land mit anderen alten Kapitänen. Arnolda wurde von der Schifffahrtsgesellschaft als Wirtschaftlerin des Heimes eingesetzt. Herr Barkenhausen und seine Frau kümmern sich um die Verwaltung.

Eines Tages machen die drei Männer ihren lang besprochenen Traum wahr und kaufen den Ewer „Stine vom Löh" und fahren Weser abwärts. Doch weit kommen sie nicht.

Alkohol, Müdigkeit und ein Schnitt im Finger beenden ihre große Fahrt. Im Rechtenfelder Arm, wo die „Stine vom Löh" auf Schlick liegt, werden die betrunkenen Kapitäne Jonny Oltmanns, Fidi Butt und Ol Petersen von Freerk Oltmanns, Jonnys Sohn, und dem Bootsbauer Behnken gefunden und nach Hause gebracht.

Zu guter Letzt verlieben sich Arnolda und Freerk.

 

 

Leseprobe

Ol ergreift das Steuer und die Fahrt geht vorwärts. „Was ist das da vorn?" fragt Jonny, der sich neben ihm aufgebaut hat, als ein kleines Licht vor ihrer Nase schaukelt. Ol weiß sehr gut, dass es das Licht auf dem Rönnebecker Anleger ist, aber es macht ihm einen diebischen Spaß, Jonny, der auf der Weser nicht zu Hause ist, irrezuführen. Er kneift die Augen klein. „Wo?" fragt er. „Ich seh nichts!" „Du siehst nichts, Mensch! Wieso siehst du nichts? Da grade aus vor uns, in Fahrtrichtung! und wenn du nicht Acht gibst, so rennst du gerade drauf los!" Ol simuliert weiter: „ Muss wohl der Mond sein, Jonny, ich seh nichts!" „Aber Mensch, du willst Koptein sein und die Weser kennen? Da gerade vor deiner Nase, mein Gott, so gib doch acht, du musst außen rum!" schreit Jonny aufgeregt. „Nee, wenn ich nichts seh, kann ich da auch nicht außen rum", beharrt Ol eigensinnig. Dabei steuert er so, das die „Stine" Planke an Planke mit dem Anleger Fühlung nimmt. Nur der Anleger ist haushoch und drohend mit seiner schwarzen Wand kommt er aus dem Dunkel auf sie zu. Ol fährt gelassen in einer Entfernung von kaum der Zentimetern daran vorbei. Jonny rinnt der Schweiß dem Rücken runter. Als das Ungestüm hinter ihnen ist, atmet er erleichtert auf. „Da hast du Glück gehabt, Ol Petersen!" sagte er gepresst, „So um ein Haar hättest du den gerammt!" „Wen denn du Mondkieker?" tut Ol harmlos. Er muss sich rächen, es kränkt ihn zu sehr, dass Jonny über die „Stine" zu befehlen hat. (S. 36 bis S. 37)

 

 

Unsere Meinung

Dieses ist ein Buch, das wir nicht ein zweites Mal lesen würden, weil das Thema für uns nicht interessant ist. Die Geschichte wirkt lang gezogen und eintönig, weil es keinen spannenden und packenden Höhepunkt gibt. Das Einzige, was für uns einigermaßen interessant war, ist, dass die Handlung in Bremen-Nord und Umgebung stattfindet. So bekommt man Einblicke von seiner Heimat, wie sie früher war.

Wir würden dieses Buch keinem Jugendlichen empfehlen, da wir der Meinung sind, dass die Interessen der Jugendlichen in eine andere Richtung laufen. Doch wir könnten uns vorstellen, dass ältere Leute dieses Buch sehr interessant finden. Weil die Erzählung im 19. Jahrhundert stattgefunden hat und sogar plattdeutsch gesprochen wird, ist sie sicherlich für interessierte Personen sehr reizvoll. Auch für Seeleute oder Menschen, die sich für die Seefahrt interessieren, wäre dieses Buch nett zu lesen. Da das Buch nur 74 Seiten hat, ist es schnell zu lesen und passt leicht in jede Tasche.

Wiebke Duggen und Britta Larws