Projektverlauf

 

Wir haben uns zu Beginn des Projektes Tami Oelfken auf den Weg in unsere Kreis- und Stadtbibliothek gemacht um dort möglichst einiges über sie in Erfahrung zu bringen oder Bücher von ihr zu finden. Doch wir mussten die Bibliothek mit einem ersten Rückschlag wieder verlassen. Dennoch verließ uns nicht die Zuversicht und wir machten uns mit unseren beiden Lehrern (Herrn Schröder und Frau Timm), die uns bei diesem Projekt betreuten, auf dem Weg zur Staats- und Universitätsbibliothek nach Bremen. Hier konnten wir dann endlich erste Erfolge erzielen. Natürlich informierten wir uns vorab, ob es hier Bücher von Tami Oelfken oder über sie gibt. Eine zweite Enttäuschung mussten wir dann an den Readerprintern im Pressearchiv einstecken. Unser Geschichtslehrer Herr Schröder hatte nämlich die Idee, dass man vielleicht Texte von Tami oder eventuell auch ihre Geburtsanzeige in den Regionalzeitungen, die zu ihren Lebzeiten erschienen waren, finden könnte. Doch wir kämpften uns umsonst durch diese Zeitungen, die sich alle auf Mikrofilmen befinden.

Wir ließen uns aber nicht unserer Sache entmutigen und machten weiter, denn immerhin hatten wir ja jetzt Bücher über sie bzw. von ihr und somit machten wir langsam kleine Schritte auf unserem langen Weg zu unserer eigenen Präsentation.

Nun ging die Arbeit richtig los!!

Nachdem wir uns noch gemeinsam mit einigen Texten von Tami Oelfken befasst hatten, begannen wir mit der Gruppenarbeit. In einem Brainstorming sammelten wir verschiedene Aspekte zur Person, aus denen wir dann die einzelnen Themen zusammenstellten. Es war nicht schwer die Themen zu finden, und auch die Gruppenbildung verlief problemlos, doch mit dem, was danach auf uns zukam, hatte keiner wirklich gerechnet. Einigen Gruppen fielen die Arbeit und die Recherchen leichter als anderen, von daher war es noch von viel größerer Bedeutung und Wichtigkeit, dass wir uns untereinander absprachen und auch halfen. Wir leiteten Informationen und Materialien jeweils an die Gruppe weiter, die sie gerade brauchte bzw. sich mit dem betreffenden Thema befasste. Wir wälzten nicht nur Bücher und durchstöberten das gesamte Internet auf irgendwelche Hinweise zu Tami, nein, zwei Gruppen machten sich auf die Suche nach Angehörigen und Menschen, die Tami gekannt hatten. An dieser Stelle sollten wir uns noch einmal in Erinnerung rufen, dass Tami 1888 geboren wurde - also war diese Aufgabe nicht so leicht, wie man denken könnte. Doch die Gruppen hatten beide Erfolg. Eine Gruppe setzte sich mit dem ehemaligen Schulleiter der Tami-Oelfken-Schule in Bremen-Blumenthal in Verbindung, und so konnten wir ihm noch einige Fragen stellen oder ihn bei unklaren Dingen Licht ins Dunkle bringen lassen. Des Weiteren nahm die Gruppe Kontakt zum Neffen von Tami auf, der uns auch weiterhelfen konnte und der Schule sogar ein handsigniertes Buch schenkte. Weiteren Kontakt nahm eine andere Gruppe zu Ursel Habermann auf, die ein Buch über sie veröffentlicht hat. Wir waren alle sehr überrascht, dass diese Frau ganz in der Nähe von zwei Gruppenmitgliedern wohnt. Sie erwies sich als ein Volltreffer. Diese Frau weiß mehr über Tami Oelfken und einzelne Hintergründe, als wir uns je erträumt hätten. Sie brachte noch einmal richtig Schwung und Spaß in das ganze Projekt. Sie erklärte sich später sogar bereit, unsere Klasse in der Schule zu besuchen, und kam am 13. Januar 2006.

Wir haben Tami Oelfken aber nicht nur als Reformpädagogin weiter unter die Lupe genommen, sondern auch als Schriftstellerin. Aus diesem Grunde haben wir ihre Bücher unter uns aufgeteilt und gelesen. Da uns auffiel, dass ihre Bücher zum Teil recht zeitlos geschrieben sind, wollte eine Schülerin testen, wie sie bei den Kindern von heute ankommen und las ihrem jüngeren Bruder aus einem der Kinderbücher vor und siehe da: Es hat ihm gefallen.

Des Weiteren machte sich auch ein Gruppe auf den Weg zur Tami-Oelfken-Schule um auch dort noch einiges über sie zu erfahren. Viele neue Informationen haben die vier Schülerinnen zwar nicht mitgebracht, aber sie kamen mit einem Lächeln wieder zurück, da zwei Klassen einen bleibenden Eindruck bei der Gruppe hinterlassen hatten, weil sie kleine Referate zu Tami vorbereitet hatten.

Auch um Bildmaterial hatte sich eine Gruppe bemüht und sich auf den Weg nach Blumenthal gemacht, um dort das Grab von Tami zu fotografieren.

Nach langem Recherchieren und Zusammentragen von Informationen und Materialien und vor allem nach viel Zeitaufwand können wir alle sagen, dass sich die Mühe gelohnt hat und dass wir viel gelernt haben. Es war zwar nicht immer einfach und wir mussten auch Rückschläge einstecken, doch um so schöner waren die Erfolge, die die Gruppen bei ihren Recherchen erzielt haben.