Pansflöte in der Buche

 

Pansflöte in der Buche

Im Dunkel des Waldes

rauschet ein Bach,

die Buche lauschet

ihm stille nach.

 

Hüllblätter fallen

golden ins Moos,

Knospen aus Seide

entfalten sich groß.

 

Unter der Weißdorn

umarmet ein Nest,

verworrene Zweige

halten es fest.

 

Neben ihm rauschet

ganz leise der Bach.

Sterbende Amsel

seufzet ein „Ach"!

 

 

Interpretation

Unser erster Eindruck von dem Gedicht war, dass es sehr harmonisch ist und beruhigend auf uns wirkt.

Am Ende des Gedichts ist die Rede von einer Amsel, diese seufzt ein „Ach" wegen der beruhigenden Natursituation. Tami Oelfken hat sich vielleicht auch so unter den Menschen gefühlt wie die Amsel, weil die Amsel in dem Gedicht außenstehend ist und alles von außen beobachtet. Da Tami Oelfken eine körperliche Behinderung hatte, wurde sie auch oft ausgegrenzt.

Tami Oelfken verwendet ein einfaches Reimschema. Es reimen sich der 2. und 4.Vers.