Nickelmann erlebt Berlin

 

In diesem Buch beschreibt Tami das Leben aus der Sicht der zehnjährigen Nickelmann. Sie wohnt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Tante in einer Wohnung, die dem Herrn Mietke gehört. Nickelmann mag Herrn Mietke und erlebt mit ihm einige wunderbare Augenblicke. In diesem Buch wird geschildert, was Nickelmann Tag für Tag erlebt und welche Abenteuer sie, meistens mit ihren zwei besten Freunden Marianne und Peter, durchschreitet. Sie bekommt zum Beispiel eine kleine Komparsenrolle in einem Film. Oder entdeckt einen verwaisten Jungen in ihrem Haus, der anschließend bei dem Herrn Mietke wohnt.

 

Das Buch ist in 12 Kapitel gegliedert, und im letzten Kapitel stieß ich auf meine Lieblingsgeschichte:

Cowboy, Schornsteinfeger und Libelle

 

Inhalt

Die drei Freunde Marianne, Stefan und Nickelmann freuen sich auf das Kostümfest, sie haben sich alle verkleidet, Peter als Schornsteinfeger, Nickelmann als Cowboy, mit einem tollen selbst gemalten Schnurrbart, und Marianne als Libelle. Der 1. Preis auf diesem Ball soll ein kleiner Dackel sein und den sollte Marianne gewinnen, da waren die drei sich einig. Sie fahren auf den Ball, dort erwartet sie eine reichlich gedeckte Kaffeetafel und sogar ein kurzer Film. Alle haben ihren Spaß und am Ende des Abends wird der 1. Preis verliehen, und tatsächlich gewinnt Marianne den 1. Preis. Der kleine Dackel wird ihr überreicht und die Freunde freuen sich und fahren glücklich wieder nach Hause. Am nächsten Tag entdeckt Marianne sich auf den Titelblatt der Zeitung.

 

 

Leseprobe

„Die Königin aber sei jenes kleine Mädchen, das als zarte Libelle zu ihm geflogen sei und diese zarte Libelle möge doch nun auch zu ihm auf das Podium geschwebt kommen. Da stieg Marianne bewundert von allen Kindern, auf das Podium. Als sie auf dem Wege an Stefan vorbeiging, da hatte er noch einmal schnell die Flügel zurechtgebogen.

Oben setzte der Herr ihr einen kleinen Kranz aus Blümchen auf den Kopf und die beiden Fühler ließ er vorsichtig oben hervorgucken.

Dann brachte ein uniformierter Junge ein Körbchen und der Herr nahm einen winzig kleinen braunen Dackel heraus und legte ihn in Mariannes Arm." (S. 145/146)

 

 

Meine Meinung

Dieses Buch würde ich keinem Kind empfehlen, man merkt, dass es nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Die Geschichte würde heutzutage keinem Kind mehr gefallen, es wäre zu langweilig und es wird deutlich, dass das Buch schon knapp 70 Jahre alt ist. Denn die Sätze wirken in der Art ihrer Formulierung oft sehr altertümlich. Einige Kapitel sind mit Coverfotos ausgestattet, die sehr schön sind.

Kathi Schmonsees