Katrin und der Schornsteinfeger

 

Inhalt

In der Erzählung „Katrin und der Schornsteinfeger" geht es um drei kleine Mädchen, die für ihr Kindermädchen genau das richtige Geschenk kaufen.

Die Geschichte beginnt unmittelbar im Schlafzimmer von Tine, Else und Grete und spielt an einem Tag kurz vor Weihnachten. Die drei Mädchen haben für diesen Tag geplant, ein Weihnachtsgeschenk für ihr Kindermädchen Katrin zu kaufen. Sie zählen ihr Geld, das sie dafür zur Verfügung haben und sammeln Ideen, was sie ihr schenken könnten. Sie entscheiden sich für eine Schornsteinfeger-Figur, weil in Katrins Traumbuch steht, ein Schornsteinfeger bringe ihr Glück. So gehen Tine, Else und Grete zum Laden und kaufen den kleinen Schornsteinfeger für ihr Kindermädchen.

Als sie zu Hause ankommen, merken sie, dass es Katrin nicht gut geht. Es stellt sich heraus, dass sie bei dem Laden war, in dem die Kinder den kleinen Schornsteinfeger gekauft hatten und dass sie sehr traurig ist, weil dieser bereits verkauft wurde.

Den Rest des Tages freuen sich die Mädchen, dass sie offensichtlich genau das richtige Geschenk für Katrin gekauft hatten.

 

 

Leseprobe

„So-so, den kleinen Schornsteinfeger meint ihr! Doch, doch, da hab ich noch einen. Aber vielleicht kann es auch etwas anderes sein. Ich hab da noch eine hübsche Bäuerin mit einem Korb voll Rosen." Aber da reckte sich Else auf die Zehenspitzen und sagte zutraulich: „Nein, Frau Mairose, es ist ja für unsere Katrin, da muss es ein Schornsteinfeger sein. In ihrem Traumbuch steht: ein Schornsteinfeger bringt ihr Glück. Wenn wir ihr einen Schornsteinfeger schenken, kriegt sie im nächsten Jahr einen Mann."

Frau Mairose lachte: „Guck an, guck an! Aber das sag ich euch, der bringt gewiß Glück. Das wissen sogar schon die Kinder", lachte sie behäbig. Damit griff sie in ein Bord hinter sich, nahm einen kleinen weißen Karton, dessen Deckel sie behutsam abnahm und stellte das ganze auf den Tresen. Da lag der Schornsteinfeger auf weißem Grund, er selbst war aus schwarzer Watte, trug eine Leiter auf der Schulter und ein winziges, rund aufgewickeltes Tau hielt er in der Hand. Seine Augen leuchteten wie zwei weiße Perlen unter dem kleinen Zylinderhut aus schwarzem Glanzpapier. Er war wundervoll. Alle drei sahen ihn stumm vor Begeisterung an. „Ist er wohl sehr teuer?" fragte Grete zaghaft."

 

 

Meine Meinung

Ich habe die folgende Textstelle gewählt, weil ich so schön finde, wie detailliert Tami Oelfken den kleinen Schornsteinfeger beschreibt und wie begeistert, fast verzaubert, die drei Mädchen von dieser Figur sind. Heutzutage ist so etwas undenkbar.

Die Geschichte hat mir gerade aus diesem Grund sehr gut gefallen, weil man den "Weihnachtszauber", den die Kinder empfinden, sehr gut mitfühlen kann und die Begeisterung für diese kleine Figur so ehrlich herüberkommt.

 

Katrin Franzke