Erste Versuche

 

Schon zu ihrer Zeit als junge Lehrerin war Tami Oelfken eine leidenschaftliche Dichterin. Da ihre Eltern sie aber enterbt und entmündigt hätten, wenn sie die Schule für ein unsicheres Leben als Dichterin verlassen hätte, blieb sie und nur nachts dichtete sie, las sie und träumte von Ruhm.

Als ihre ersten Verse in der Sonntagsbeilage der Bremer Nachrichten erschienen, reagierte Tamis Vater sehr sauer, wie man aus einem Brief von Tami entnehmen kann (Aus: „Noch ist es Zeit. Briefe nach Bremen 1945-1955"). Anstatt Stolz und Glück zu empfinden, war ihm bange um seinen Namen. „So was verbitte ich mir – Liebesgedichte! Es ist mein Name!" Tami war schon damals sehr überzeugt von ihren Gedichten. „Davon verstehst du nichts. Wenn ein Gedicht großartig ist, dann ist es eben großartig. Ganz gleich wer's gemacht hat. Liliencron hätte es nicht so gut gekonnt!"

Später brachte sie dann auch die Gedichtsammlung „Zauber der Artemis" heraus.