Die Puppe

 

Inhalt

In der Geschichte „Die Puppe" geht es um ein 14-jähriges Mädchen namens Tine, die den sehnlichen Wunsch hat, zu Weihnachten die Puppe „Hannepeter" geschenkt zu bekommen.

Atilde, das Kindermädchen, bekommt von Tine den Auftrag diesen Wunsch „ihres Lebens" mit allen Mitteln bei ihrer Mutter durchzusetzen.

Um die Zeit bis zu Weihnachten besser zu überbrücken, geht Tine täglich vor Braues Schaufenster und hofft die Puppe dort wiederzufinden.

Eines Tages, nachdem Atilde mit der Mutter sowie Tines Oma, über die Wünsche der einzelnen Kinder gesprochen hat, ist die Puppe aus dem Schaufenster verschwunden.

Todtraurig und ohne Freude auf ihre Geschenke packt Tine am Heiligabend ihre Geschenke aus. Was sie nicht geahnt hat, Hannepeter liegt auch mit unter dem Weihnachtsbaum...

 

 

Leseprobe

„Tines Hände zitterten. Nein, sie würde sich zusammennehmen. Sie würde nicht weinen, obgleich sie nichts auf der Welt lieber getan hätte als das. Sie würde versuchen sich zu freuen. Sie hatte vom Vater die englische Ausgabe vom Dschungelbuch und sie hatte einen Tierkalender und sicher von der Großmutter den Krimmermuff. Der braune Karton war riesengroß und rund. Obenauf lag ein reizendes Ohrenmützchen aus blauem Krimmer und danach zog sie den Muff heraus. Er war seltsam umwickelt mit einem breiten Streifen Batist, dann folgte ein Stück rosa Flanell, dann ein Stück königsblaues Tuch aus Omas Flickenbestand. Nun kam der Krimmermuff. Aus dessen Innern schauten oben die rotblonden Locken von Hannepeter und auf der entgegengesetzten Seite seine langen Beine heraus." (S.127)

 

 

Meine Meinung

Ich finde die Geschichte „Die Puppe" sehr gelungen.

Auch mir als 17-Jährige hat die Geschichte von Tine und Hannepeter noch gefallen.

Durch die Geschichte kann man sich wieder gut an die Zeit zurückerinnern, als man auch noch so große Wünsche hatte und an nichts anderes mehr gedacht hat, als an den Abend, wo es dann endlich soweit war.

Die Geschichte ist sehr emotional, irgendwie witzig und total niedlich geschrieben.

Zudem ist sie verständlich geschrieben, sodass die Geschichte auf jeden Fall für Kinder ab 4 Jahren geeignet ist.

Fremdwörter sind nicht vorhanden.

Ich finde es gut, dass Atilde es nachher doch schafft, zumindest eine Person von Tines großem Wunsch zu überzeugen, zwar nicht die Mutter, sondern die Oma.

Anfangs hätte ich nämlich nicht damit gerechnet, dass es doch noch zu einem „Happyend" kommt, da Tines Mutter ja absolut gegen die Puppe war.

Außerdem finde ich es interessant, dass es sich in der Geschichte nicht um ein fünfjähriges Mädchen handelt, welches sich so sehr diese Puppe aus dem Schaufenster wünscht, sondern um ein 14-jähriges Mädchen.

Diesen Aspekt finde ich toll, denn ich denke es gibt viele Kinder, die noch gerne etwas „Kind" sein wollen, es aber nicht trauen zu zeigen.

Ina Kallnischkies