Die Kuckucksspucke

 

Inhalt

Der Roman „Die Kuckucksspucke", der 1954 in Leipzig im Verlag der Nationen erschienen ist, handelt von zwei Blumen, die sich in junge Mädchen verwandeln wollen.

Die zwei Blumen, Kuk und Silvie, stehen unter einer Bank in der Nähe von einem Sanatorium. Die beiden Pflänzchen haben an ihren Stängeln ein kleines bisschen Kuckucksspucke kleben, worauf ihr Freund, der Käfer Murks meint, dass so etwas ganz besonders sei und sie sich alles wünschen dürften.

Kuk und Silvie wünschen sich so sehr Menschenmädchen zu sein, dass sie sich mit der Kraft der Natur und dieser Kuckucksspucke in zwei wunderschöne Mädchen verwandeln.

Die beiden ziehen in das Sanatorium, wo sie Herrn Söderbohm und seinem Sohn Bobby begegnen und nicht nur mit den zwei Herren, sondern auch mit den Damen der feinen Gesellschaft Freundschaft schließen.

Herr Söderbohm verliebt sich in Silvie und ist sogar bereit sie zu heiraten, aber Silvie will aus zwei Gründen nicht heiraten. Einmal weil ihr gesagt wurde, wer heiratet, ist eingeschlossen und außerdem denkt sie, dass Herr Söderbohm sie vergiften wollte, obwohl sie nur betrunken war. Sie hatte Champagner getrunken.

Am Ende wollen Kuk und Silvie ohne die Hilfe von Herrn Söderbohm ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

Während Kuk mit ihrer Malerei Geld verdienen will, möchte Silvie gerne modeln.

 

 

 

Leseprobe

Wo westlich die sanften Vogesen im Grau verschweben,

da glühn die Wolkenbänke nach im Abendsang.

Des Mondes Sichel zieht den Hügelsaum entlang,

das ganze Tal ist voll von tief geheimen Leben:

 

Die Katze schleicht geduckt zum Apfelbaume

quer durch die blumenübersäte Wiese.

Viel schwerer wölbt sich der Plantanenriese –

ein Vogelkind schluchzt auf im Traume

 

Zwei grüne Sterne geistern durch das dunkle Tal.

Ein Kopf hebt hoch. Wie grenzenlos ist diese Lust zu leben.

In der Dunkelheit der warmen Nacht zu beben,

 

wenn zitternd trügt der dünne Mondesstrahl.

Was hier nur klein ist, macht er grausam groß.

Geschmeidig schleicht ein Schatten in der Erde Schoß.

 

Ich habe dieses Sonett, welches auf der Seite 31 abgedruckt ist, gewählt, weil ich Gedichte sehr schön finde und weil dieses voller Metaphern ist.

Wenn man das Buch „Die Kuckucksspucke" liest, stellt man fest, dass das Gedicht perfekt zur Geschichte passt.

 

Meine Meinung

Ich fand, dass das Buch mit seiner märchenhaften Art ganz toll war, jedoch konnte die Geschichte langweilen, weil die Autorin viel zu lange Sätze verfasst hatte:

„Der Zauber des Waldes und die Kräfte, die ihr mit euren Wurzeln aus dem Boden gezogen habt, gehen mit in die Verwandlung und lassen euch teilhaben an allem, was natürlich und kräftig und unschuldig ist." (S. 30)

Erwähnenswert ist, dass mir der Inhalt der Geschichte sehr gut gefallen hat, weil es eine, wie gesagt, märchenhafte Art besitzt.

In diesem Buch braucht man, wenn man es liest, eine gute Vorstellungskraft und auch Gefallen an solchen Geschichten.

Ich würde das Buch an Leser weiterempfehlen, die Spaß haben Bücher mit märchenhaftem Inhalt zu lesen. Leuten, die sich für solche Geschichten nicht interessieren, gebe ich den Rat dieses Buch nicht zu lesen, weil es sonst langweilig und einschläfernd wirkt.

Daniela Brünjes