Der Kapp-Putsch

 

Der Kapp-Putsch im März 1920 richtete sich gegen den damaligen Reichkanzler Gustav Bauer (SPD). Ausgelöst wurde er unter anderem durch die Forderungen im Versailler Vertrag, welcher zum Beispiel die Auflösung aller Freiwilligen- und Wehrverbände forderte, die Entwaffnung der Bevölkerung, die Auslieferung von Kriegsverbrechern und den Beginn der Reparaturzahlungen. Große Teile der Bevölkerung waren damit nicht einverstanden. In ganz Deutschland entwickelten sich zum Teil entgegengesetzte Vorstellungen.

Eine Verschwörergruppe um den ranghöchsten Reichswehrgeneral, Walther von Lüttwitz, und den ostpreußischen Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp, versuchte damals mit einem Putsch die Errichtung eines diktatorischen Regimes. Schon nach wenigen Tagen scheiterte der Putsch durch einen von Gewerkschaften und republiktreuen Parteien ausgerufenen Generalstreik.

Nach dem Kapp-Putsch bildete sich die „Rote-Ruhr-Armee", die teilweise das Ruhrgebiet unter ihre Kontrolle brachte. Dieser Aufstand wurde jedoch brutal niedergeschlagen. Durch den Putsch starben ungefähr 2000 Zivilisten, vor allem Arbeiter. Genauso viele, wie im Kampf starben, wurden hingerichtet.