Das alte Haus am Deich

 

Inhalt

In der Erzählung „Das alte Haus am Deich" geht es um ein Mädchen namens Tine, die bei ihrer Uroma ihre Ferien verbringt und in dem Haus ein kleines Geheimnis aufdeckt.

Tami beschreibt am Anfang sehr genau die Umgebung des Hauses, die Atmosphäre, und auch die Jahreszeit ist nicht schwer zu erraten, denn sie verwendet Worte wie zum Beispiel „Wintersonne", „Schnee" und „Winternacht".

In dem Haus am Deich wohnt die 90-jährige Uroma von Tine und Grete und Doris, eine alte Jugendfreundin der Uroma. Atilde, die mit den beiden Mädchen bei der Uroma die Ferien verbringt, schläft in dem Gästezimmer.

Da es Winter ist, sorgen Tine und Grete dafür, dass der Ofen ständig in Gang bleibt. Tine überlegt und kommt auf den Gedanken, dass es noch ein Gästezimmer geben muss. Sie und Grete werden neugierig und wollen in das scheinbar sehr geheimnisvolle Zimmer einen Blick werfen.

Grete macht einen Rückzieher, weil ihr das Ganze zu unheimlich wird.

Tine öffnet die verschlossene Tür, und wieder wird das ganze Zimmer sehr detailliert beschrieben. Zwischen Fenster und Ofen entdeckt Tine ein Bild. Ein Mann mit blassen, hellgrünen Augen schaut sie an. Der Anblick des Mannes beeindruckt und fasziniert Tine.

Sie fragt sich, wer dieser Mann auf dem Bild ist und ob er vielleicht mit ihr verwandt sei?

Beim Kaffeetrinken möchte Tine mehr über ihre Verwandten erfahren. Die Uroma erwähnt auf Plattdeutsch den Namen „Ornd". Tine fragt Doris neugierig, ob es ein Sohn von der Uroma war, aber Doris verrät, dass Ornd Poppelbaum der schönste Mann gewesen sei, der damals im Ort gelebt habe.

Nach dem Gespräch zieht es Tine nochmals in das Zimmer. Sie nimmt das Bild vom Haken, um es sich genauer anzusehen. Auf der Rückseite steht im Holzrand, in starker Farbe: „Arend Poppelbaum, Lieuwaerden 1832"

Nun weiß Tine, dass es Uromas große Liebe gewesen sein muss.

 

 

Leseprobe

„Als sie aufblickte – da an der grauen Wand zwischen Fenster und weißem Ofen, sahen sie ein paar Augen an, blasse hellgrüne Augen aus einem Bild.

Geheimnisvoll und groß ruhte der Blick des Mannes auf Tine, aufregend und nah. Sie starrte unverwandt auf das Bild, es war unmöglich, den Blick abzuwenden. Das Herz stand still. Die Augen verfolgten sie und zwangen sie immer wieder, so oft sie den Versuch machte, fortzugucken. Was mochte es für ein seltsamer Zauber mit diesem Bilde sein?" (S. 152/153)

 

 

Meine Meinung

Ich finde es sehr interessant und auch abwechslungsreich, dass Tami Oelfken in ihrer Geschichte auch plattdeutsche Sätze eingebaut hat.

Die Geschichte an sich ist gut in Bildern zu fassen, weil Tami die ganze Atmosphäre mit vielen Details ausgeschmückt hat.

Meiner Meinung nach spricht diese Geschichte trotzdem eher die ältere Generation an, weil sie sehr poetisch geschrieben ist.

Madelaine Lüdeke