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Fünfundzwanzig Sonntagsfragen an Klaus Modick

"Als mein Mann Erziehungsurlaub gemacht hat", lästerte eine Kollegin einmal, "saß er die meiste Zeit am Schreibtisch und hat über sein Vatersein geschrieben." Es sind nicht wenige, die dem Kindergeplärre entfliehen und sich lieber der literarischen Umsetzung ihres jungen Vaterseins widmen. Glücklich müßte sich da doch auch so einer wie der Schriftsteller Klaus Modick schätzen, dessen Kinder schon lange nicht mehr im Schnuller- und Windelalter sind. Die beiden Töchter stehen kurz vor dem Abitur, werden bald das elterliche Heim verlassen. Die Eltern haben also endlich sturmfreie Bude. Trotzdem fragen sie sich: Was jetzt?
Modick hat nun ein "Vatertagebuch" (Eichborn Verlag) veröffentlicht, aber eben eines, in dem es um den langsamen Abschied der Eltern von den Töchtern geht. Es gibt einen wunderbar kurzen Dialog: Nachts liegen Vater und Mutter wach. "Wieso?" - "Weil wir bald allein sind." - "Zu zweit", sage ich. - "Aber allein." Feinfühlig, humorvoll und das pädagogische Unvermögen manchmal entlarvend erzählt Modick vom Familienleben. Kinder werden älter- das festzustellen, kann verdammt schmerzhaft sein. Klaus Modick, der 1951 geboren wurde und immer noch in seinem Geburtsort Oldenburg lebt, hat außerdem zuletzt den Roman "Der kretische Gast" veröffentlicht.

Quelle: Berliner Morgenpost 2005

 

  letzte Aktualisierung: Juli 2005    Impressum