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Interview

Klaus Modick beruflich

 

Frage: Warum haben Sie gerade ein Buch über Kreta geschrieben?
Modick: In den 70er Jahren bin ich bis 1980 sechsmal in Kreta gewesen, manchmal auch bis zu drei Monaten. So habe ich eine Beziehung zu Land und Leuten gewonnen. Kreta war in den 70er Jahren kein traditioneller Urlaubsort. 1980 habe ich dort meine Frau kennen gelernt, daher ist Kreta für mich "emotional aufgeladen". Nach 1980 bin ich erst einmal nicht wieder nach Kreta gefahren. Ich wusste, wenn ich einmal Schriftsteller sein würde, würde ich alles einmal verarbeiten wollen. Irgendwann kam mir die Idee, das in einem Buch darzulegen. Somit habe ich über 30 Jahre für die Bucherstellung genutzt. Für das reine Schreiben des Buches habe ich etwa zwei bis drei Jahre gebraucht. Ich habe etwa neun Jahre Informationszeit benötigt. Als das Buch fertig gestellt war, bin ich wieder nach Kreta gefahren.
Frage: Wann ist Ihre beste Arbeitszeit?
Modick: Morgens, zwischen dem Frühstück und dem Mittagessen. Ich stehe etwa gegen 8.00 Uhr auf. Jogge dann im Schlossgarten, frühstücke und arbeite dann bis 13.30 Uhr. Nachmittags lese ich andere Bücher und recherchiere. Dabei schreibe ich am liebsten an meinem festen Arbeitsplatz. Ich kann nicht so gut auf Reisen schreiben, im Zug oder im Hotel. Ich muss mich woanders erst eingewöhnen.
Frage: Wann haben Sie Ihr erstes Buch geschrieben?
Modick: Mit 32 Jahren ist mein erstes Buch "Moos" erschienen (1984).
Frage: Wer gestaltet die Umschlagseiten?
Modick: Die Umschlagseiten der Bücher sucht der Verlag aus, ich kann aber aus einer Auswahl mitentscheiden. Umschläge sind für den Verkauf sehr wichtig, der Verlag weiß besser, was sich gut verkaufen lässt. Bis jetzt war ich mit den Entscheidungen mehr oder weniger einverstanden. Als mein erstes Buch erschienen ist, war alles sehr aufregend. Ich war gespannt auf die Literaturkritik. Meine Frage war: "Wirst du jetzt wirklich Schriftsteller?"
Frage: Was war Ihr erstes Werk?
Modick: "Moos" war mein erstes literarisches Werk. Ich habe das Manuskript von "Moos" an mehrere Verlage geschickt, viele Absagen erhalten, aber irgendwann hat es funktioniert. Nebenbei bemerkt sind 90% aller Einsendungen "Schrott" .
Frage: Kommen Sie mit dem, was Sie verdienen, durchs Leben ?
Modick: Man kann nicht mit Monatsgehältern rechnen. Seit etwa zehn Jahren habe ich eine stabile ökonomische Situation. Mein Einkommen entspricht etwa dem eines Oberstudienrates. Ein Problem bei Künstlern ist die Frage: "Wie lange hält die Kreativität an? Wird das Werk ein Erfolg werden?" "Der kretische Gast" war ein Erfolg, "Der Mann im Mast" war z.B. ein Flop.

Klaus Modick in der IGS Flötenteich

 

  letzte Aktualisierung: Juli 2005    Impressum