Werke-Galerie Werke-Workshop Live-Interview Biografie Veröffentlichungen
Stadtteilbibliothek Flötenteich IGS Flötenteich Oldenburg 2005 Literaturatlas
Klaus Modick persönlich Teil I Klaus Modick persönlich Teil II Klaus Modick beruflich Teil I Klaus Modick beruflich Teil II Klaus Modick beruflich Teil III Zur Startseite

 
Interview

Klaus Modick beruflich

 

Frage: An welche Adressaten richten Sie ihre Werke (Zielgruppe)?
Modick: Über Leserbriefe und Autorenlesungen habe ich eine vage Vorstellung von dem Publikum, das meine Bücher liest. Ich denke, meine eigene Generation ist die Kerngruppe der Leserschaft. Es gibt aber auch ältere und jüngere Adressaten. Die Leserinnen und Leser meiner Bücher sollten über ein gewisses Bildungsniveau verfügen. Ich bin wohl nicht der Lieblingsautor des typischen Haupt- oder Sonderschülers. Die Mehrheit der erzählenden Literatur wird von Frauen gelesen ( 70% ).
Frage: Gibt es Leitideen in Ihren Bücher oder Kernthemen?
Modick: Zu den Leitideen und Kernthemen gehören die Auseinandersetzungen mit der Kindheit, Jugend und Suchbewegungen, in denen irgend etwas gesucht, aufgedeckt, gefunden oder nicht gefunden wird sowie Aufbau von Spannungsmomenten.
Frage: Wie lange schreiben Sie durchschnittlich an einem Buch?
Modick: Das hängt stark davon ab, wie gut ich "drauf bin".
Frage: Was halten sie von elektronischen Büchern?
Modick: Elektronische Nachschlagwerke halte ich für sehr praktisch. Für Romane halte ich elektronische Bücher nicht für sinnvoll. Traditionelle und elektronische Bücher stehen in keinem Konkurrenzverhältnis.
Frage: Gründen Sie Ihre Bücher auf tatsächliche Begebenheiten?
Modick: Ja und nein, Geschichten schon. Die Handlungen sind erfunden, es wird aber auf tatsächliche Ereignisse zurückgegriffen. In "Septembersong" wird z.B. das Zimmer einer 17- 18 jährigen beschrieben, ich habe eine Tochter in diesem Alter und kenne ihr Zimmer. Die Antwort auf die Frage: "Was war Wahrheit und was war Dichtung?" kann vielleicht nach meinem Tod herausgefunden werden.
Frage: Sind Sie abergläubisch- glauben Sie an Horoskope?
Modick: Ich lese Horoskope, aber ich glaube nicht daran. Ich bin nicht abergläubisch.
Frage: Wo machen Sie am liebsten Urlaub, vielleicht auf Kreta?
Modick: Es gibt ja diesen Roman "der kretische Gast". Auf Kreta habe ich meine Freundin kennen gelernt. Ich war 20 Jahre lang nicht mehr auf Kreta, aber in der letzten Zeit zweimal. Ich bin auch gern in Amerika.
Frage: Wenn Sie noch einmal entscheiden könnten, würden Sie dann wieder Schriftsteller werden?
Modick: Ich glaube schon. Was sollte ich sonst machen, habe keine Alternativen.
Frage: Was halten sie von einer eigenen Website?
Modick: Ich weiß nicht so recht, ob ich eine eigene Website haben möchte. Es gibt genug über mich im Netz, aber ich hätte nichts dagegen. Ich benutze das Web als Informationsmedium, daneben aber die klassische Bibliothek für die intensive Recherche. Das Recherchieren im Internet verführt sehr zum Plagiat.

( Klaus Modick berichtet, dass er Manuskripte überwiegend am PC erstellt. In der Phase davor arbeitete er viel mit handschriftlichen Notizen. Er erstellt auch die Gliederung und das Raster von Hand. Klaus Modick hat in seiner Jacke stets einen Stift und ein Notizbuch dabei. Seit dem 17. und 18. Lebensjahr führt Modick regelmäßig ein Tagebuch. Bevor Klaus Modick mit dem PC gearbeitet hat, setzte er die Schreibmaschine ein. Modick weist auf die Gefahr hin, dass PC- Geschriebenes Perfektion simuliert.)

 

  letzte Aktualisierung: Juli 2005    Impressum