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Interview

Klaus Modick beruflich

 

Frage: Gibt es heute Werke von Ihnen, die in der Öffentlichkeit nicht mehr verfügbar sind, wie zum Beispiel "Erste Liebe?"
Modick: Ja.
Frage: Waren Sie auch als Lehrer tätig, wenn ja, wo?
Modick: Ich habe mein Praktikum am AGO gemacht - war vielleicht ein Fehler. Ich habe nie als Lehrer an einer Schule gearbeitet, war aber an (einer) Hochschule als Dozent tätig und an Colleges, z. B. in "Kreatives Schreiben".
Frage: Hat Ihnen die Lehrtätigkeit gefallen?
Modick: Die Lehrtätigkeit macht mir Spaß und gefällt mir auch, weil sie bezahlt wird.
Frage: Wie viel schreiben Sie jährlich etwa - z. B. ein Buch?
Modick: Kurze Bücher schreibe ich z. B. in einem Monat. Zusätzlich übersetze ich auch Bücher aus dem Englischen ins Deutsche, da stimmt es, im Durchschnitt ein Buch im Jahr. Das Oldenburger Buch kann ich z. B. "mit Links" schreiben. Es handelt von einem spezifischem Thema Oldenburgs. Es ist auch bei Isensee, einem Oldenburger Verlag erschienen. Viele Themen erforden aber auch viel Recherchearbeit.
Frage: Sie arbeiten ja selbstständig. Sind Sie an einen einzigen Verlag gebunden? Gibt es Themenvorgaben?
Modick: Nein, es gibt keine Themenvorgaben. Ich habe einen sog. Hausverlag: Eichbaum in Frankfurt. Man bindet sich mit Verträgen an Verlage. Vorgaben von Verlagen sind häufig : "Das Buch möge gut verkäuflich sein."
Frage: Gibt es für Sie ein Lieblingswerk unter den eigenen Büchern?
Modick: Ja, "Moos" als erstes literarisches Werk und als letztes Werk "Vatertagebuch" und als "Sorgenkind" gelungen, aber wenig erfolgreich "Der Mann im Mast".
Frage: Gibt es eine Biografie über Sie in Arbeit? -oder bereits veröffentlicht?
Modick: Gibt es nicht, aber man findet Aufsätze und kleinere Arbeiten in Literaturlexika der deutschen Gegenwartsliteratur.
Frage: Verraten Sie uns, an welchem Werk Sie zur Zeit gerade arbeiten?
Modick: An einem satirischen Roman, der Ende diesen Jahres / Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.
Frage: Was halten Sie von der neuen Rechtschreibung?
Modick: Ich selbst schreibe in der alten Rechtschreibung. Als Vater bin ich für die neue Rechtschreibung, als Schriftsteller dagegen.
Frage: Sind Bücher in unserer Gesellschaft überhaupt noch aktuell?
Modick: Ja, ich glaube schon. Durch die Bedeutung anderer Medien seit mehr als 100 Jahren wie Kino, Fernsehen und PC gibt es immer wieder Ängste um das Medium "Buch". Bücher sind krisensicher. Bücher sind unschlagbar handlich und praktisch. Das Buch ist aktuell und nicht bedroht. Trotz der Bedeutung anderer Medien werden nicht weniger Bücher verkauft; ob diese alle gelesen werden, bleibt eine offene Frage.
Frage: Haben Sie Ideen, wie man Jugendliche heute stärker an das Lesen heranführen könnte?
Modick: Es müssen ansprechende Bücher sein. Es sind Beziehungen zwischen den Lesern und den Büchern herzustellen. Man sollte die Jugendlichen lesen lassen, und wenn es nicht zündet, könnte man z. B. einen Zugang zum Buch über das Kennenlernen des Autors erreichen. Ans Lesen kommt man nur, wenn man es macht!

 

  letzte Aktualisierung: Juli 2005    Impressum