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Literatur-Workshop

 

 Herr Tigger

Herr Tigger

Kurzbeschreibung:
So müssen Kater sein. So wie Herr Tigger. Frech, respektlos, eigensinnig und außergewöhnlich intelligent. Nur vielleicht nicht ganz so verfressen. Aber hätte sich herr Tigger sonst bei dieser chaotischen Familie einquartiert? Bei diesem vergrübelten "Chef" und seinen hingebungsvoll pubertierten Töchtern? Immerhin hat Herr Tigger sich seine Mitbewohner ganz ordentlich erzogen. Das Futter kommt pünktlich. Das ist schon mal Hauptsache? Aber deshalb nach ihrer Pfeife tanzen? Niemals! Man ist ja schließlich kein Hund!

Metainformationen über "Herr Tigger":
Nach 3 Monaten Entstehungszeit war das Buch "Herr Tigger" im Herbst 1998 fertig. Klaus Modick hat es in seinem Haus in Mollberg (Gemeinde Wiefielstede) verfasst, dort wo er von 1988 bis 200 mit seiner Familie lebte. Zu diesem Buch inspiriert hat ihn sein eigener Kater und die Anfrage seiner Töchter und des Verlages, ob er nicht mal ein Katzenbuch schreiben möchte. Auch wenn es anfangs so wirkt, als wäre das Buch für Kinder im Alter von 10 bis 12 geschrieben, ist es eigentlich als Roman oder längere Erzählung gedacht. "Herr Tigger" ist Modick einziges Katzenbuch, denn er schreibet hauptsächlich Roman. In einem dieser taucht zwar auch eine Familie mit Katzen und zwei Töchtern auf, dennoch ähnelt "Herr Tigger" keinem seiner weitern Bücher. Er schrieb das Buch "Herr Tigger", weil er seinen Töchtern schon länger ein Katzenbuch versprochen hatte und der Verlag ihn fragte, ob er nicht mal Lust dazu hätte.

Inhalt:

  1. Meinevorgeburtliche
    Existenz
  2. Clark Gable und
    die Pappkartons
  3. Methode Murr,
    Methode Messner
  4. Ein Harem im
    Winter und ein
    kleiner Eingriff
  5. Tigger allein
    zu Haus
  6. Dosen und
    Dösen
  7. Dichtung und
    Wasser
  8. Woodstock ...
  9. ... und die Folgen
  10. Die Rettung
    der Titanic
  11. Sport
  12. Gäste und Fische
  13. Die Abstellkammer
  14. Der Sinn
    des Lebens

Leseprobe aus "Tigger allein zu Haus":
 
Ich döste auf der Bank vorm Haus selig in der Mittagssonne, als die Cheffin damals vom Supermarkt zurückkehrte, die Heckklappe ihres Aautos öffnete und den Mädchen zurief, sie brauche Hilfe beim Auspacken. Ich rechnete mit der Ausbeute, die bei so einem Großeinkauf üblich ist, also mit sieben bis maximal vierzehn Dosen. Eine Dose gibt es pro Tag, morgens die Hälfte, abends die Hälfte; das reicht zwar hinten und vorne nich, aber aus mir völlig unerfindlichen Gründen gibt es einfach nicht mehr. Zwei Dosen könnte ich locker verdrücken, was sich allein schon dadurch unter Beweis stelle, dass ich manchmal Woodstocks Ration wegputze, wenn gerade niemand hinsieht-außer Woodstock natürlich, aber da muss ich nur böse zurückblicken, und schon verkrümelt sie sich. An jenem denkwürdigen Tag vor einigen Jahren störte Woodstock allerdings meine Kreise noch nicht. Insofern galt all das, was nun aus den Tiefen des Kofferraums hrvorgezaubert und auf dem Weg aufgestapelt wurde, mir - mir, mir, nur mir allein. Ich traute meinen Augen nicht. Alles mein, meins, meines! Es war eine Sensation. Ich kann die Reihenfolge, in der diese Sensation, dutzendweise auf Papptabletts, verschweisst in Plastikfolie, nach und nach Gestalt annahm, heute noch auswendig hersagen...

 

  letzte Aktualisierung: Juli 2005    Impressum