Fragen zur literarischen Tätigkeit von Heinrich Behnken

an Herrn Berthold Cordes

Wir: Wann begann Heinrich Behnken mit dem Schreiben?
Herr Cordes: Während seines 70. Geburtstags sagte Heinrich Behnken, dass er in jüngeren Jahren mit dem Schreiben angefangen habe.
Wir: Wie hieß das erste Theaterstück?
Herr Cordes: Das erste Theaterstück hieß "Üm den Hoff".
Wir: Wer führte es das erste Mal auf und wo war das?
Herr Cordes: Laienspieler der Landsmannschaft Wigmodi, einer Vereinigung von Hamburger Lehrern in der Stader Umgebung, führten es im Theatersaal des Conventgartens in Hamburg auf.
Wir: Woher nahm er die Themen für seine Theaterstücke?
Herr Cordes: In seinen Werken beschreibt er seine nähere Umgebung und besonders die des Vaters.

Die Grundgedanken seiner Theaterstücke kann man zusammenfassen mit:

"Die eigene Scholle behalten"; "Hab und Gut erhalten und mehren";

"Die Kinder gut verheiraten".

Wir: Weshalb schrieb er überwiegend in Plattdeutsch?
Herr Cordes: Als Antwort möchte ich Heinrich Behnken zitieren:

"Die stärkste Bindung volkstümlicher Art aber ist für alle Menschen die Sprache; denn in ihr manifestieren sich am sinnfälligsten und vollkommensten Wesen und Art des Volkes, das sie in mehrtausendjähriger Entwicklung geschaffen hat".

Dadurch kommt zum Ausdruck, dass er durch die plattdeutsche Sprache die Bindung zu seinem Publikum suchte und erhalten wollte.

Wir: Schrieb Heinrich Behnken nur Theaterstücke?
Herr Cordes: Nein. Neben Theaterstücken schrieb er Bücher, Hörspiele und Aufsätze.

Die Hörspiele sind im Norddeutschen Rundfunk Landesfunkhaus Schleswig-Holstein in Kiel archiviert.

Als Zusatz möchte ich erwähnen, dass seine Theaterstücke in Dr. Richard Ohnsorgs Niederdeutschen Bühne Hamburg, in der Zeit um 1920 bis 1930, mit am häufigsten gespielt wurden.

Für seine Werke erhielt er mehrere Preise:

1922 den Preis für niederdeutsches Schriftgut der Hansestadt Bremen.

1931 den Stavenhagen Preis.

1955 den Fritz-Reuter-Preis der Stiftung FVS.

Wir: Herr Cordes, wir danken Ihnen für das Gespräch.