Werkliste
Sarah Kirsch ist zu bezeichnen als eine strenge Beobachterin ihrer Zeit. Anfänglich verarbeitete sie die jüngste deutsche Vergangenheit in ihren Werken, wofür sie nicht nur Lob empfing. Doch als sie später anfing, ihre eigenen Beobachtungen und Erlebnisse darzulegen, und ihnen den größten Stellenwert in ihren Gedichten und Prosatexten einräumte, erntete sie zusehends Anerkennung für ihr Schaffen. So ist es nicht verwunderlich, dass sie im Laufe ihres Lebens fast sämtliche Genres der Lyrik erfasst, zumal sie ja die erfassten auch selber erlebt und durchlitten hat. 

Zu ihren wichtigsten Motiven zählen der Freiheitsgedanke und das Freisein, das Zersprengen von Grenzen, die Natur, aber vor allem auch die Liebe und der unweigerlich auch damit verbundene Schmerz. 

Maßgebend für sie ist auch ihr einzigartiger "Sarah - Sound", welcher gekennzeichnet ist durch das willkürliche und auch auf den ersten Blick sinnlos erscheinende Aneinanderreihen von Satzsegmenten und Wörtern, ebenso das Weglassen von Satzzeichen. Dadurch soll dem Leser genügend Raum für eigene Interpretationen gegeben werden. 

Im folgenden sind sämtliche Werke von Sarah Kirsch aufgelistet, um zum einen den riesigen Umfang ihres Schaffens zu protokollieren, aber auch zum anderen Anregungen zum Lesen zu geben! (Kleiner Tipp: Gleich, welches Werk Sie auch auswählen; Sie werden immer wieder von dem Tiefgang und der Brillanz, mit welcher Kirsch ihre Werke verfasst, begeistert sein.)


Billhard, Thomas. Berlin – Sonnenseite. Deutschlandtreffen der Jugend in der Hauptstadt der DDR. Fotos von Sarah und Rainer Kirsch. Berlin: Verlag neues Leben, 1964.

Kirsch, Sarah. Gespräch mit dem Saurier. Gedichte von Sarah und Rainer Kirsch. Mit farbigen Tafeln von Ronald Paris. Berlin: Verlag neues Leben, 1965.

Kirsch, Sarah. Landaufenthalt. Gedichte. Berlin und Weimar: Aufbau – Verlag, 1967.

Kirsch, Sarah. Gedichte. Ebenhausen bei München: Langewiesche – Brandt, 1969.

Kirsch, Sarah. Hänsel und Gretel. Eine illustrierte Geschichte für kleine und große Leute nach der gleichnamigen Märchenoper von Engelbert Humperdinck. Text von Sarah Kirsch, Illustrationen von Werner Klemke. Leipzig: Edition Peters, 1972.

Kirsch, Sarah. Die Pantherfrau. 5 unfrisierte Erzählungen aus dem Kassetten – Recorder. Berlin und Weimar: Aufbau – Verlag, 1973.

Kirsch, Sarah. Die ungeheuren bergehohen Wellen auf See. Erzählungen. Berlin: Eulenspiegel, 1973.

Kirsch, Sarah. Zaubersprüche. Mit 23 Federzeichnungen von Dieter Goltzsche. Berlin und Weimar: Aufbau – Verlag, 1973.

Kirsch, Sarah. Zaubersprüche. Ebenhausen bei München: Langewiesche – Brandt, 1974.

Kirsch, Sarah. Es war dieser merkwürdige Sommer. Gedichte und 12 fünffarbige Original – Linolschnitte von Wolfgang Jörg und Erich Schöning. Berlin: Berliner Handpresse bei Claasen, 1974. 

Kirsch, Sarah. Die Pantherfrau. Fünf Erzählungen aus dem Kassettenrecorder. Ebenhasuen bei München: Langewiesche – Brandt, 1975.

Kirsch, Sarah und Schuppan, Ingrid. Zwischen Herbst und Winter. Berlin: Kinderbuchverlag, 1975.

Kirsch, Sarah. Rückenwind. Gedichte. Mit 6 Grafiken von Willy Wolff. Berlin und Weimar: Aufbau – Verlag, 1976.

Kirsch, Sarah. Musik auf dem Wasser. Gedichte. Herausgegeben von Elke Erb. Leipzig: Reclam Verlag, 1977.

Kirsch, Sarah. Landaufenthalt. Ebenhausen bei München: Langewiesche – Brandt, 1977.

Kirsch, Sarah. Rückenwind. Ebenhausen bei München: Langewiesche – Brandt, 1977.

Kirsch, Sarah. Erklärung einiger Dinge. Dokumente und Bilder. Ein Gespräch mit Schülern. 4 frühe Gedichte. Mit Beiträgen von Urs Widmer und Elke Erb. Ebenhausen bei München: Langwiesche – Brandt, 1978.

Kirsch, Sarah. Zaubersprüche. Ebenhausen bei München: Langwiesche – Brandt, 1978.

Kirsch, Sarah. Katzenkopfpflaster. Gedichte. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1978.

Kirsch, Sarah. Die Pantherfrau. Fünf Frauen in der DDR. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1978.

Kirsch, Sarah. Drachensteigen. Ebenhausen bei München: Langewiesche – Brandt, 1979.

Kirsch, Sarah. Sieben Häute. Mit Originalgrafiken von Bier, Collin, Ditt, Berner, Fussmann, Grieshaber, Henning, Maether und Marwan. Berlin: Anabis, 1979.

Taniuchi, Kota. Ein Sommerregen. Bilder von Kota Taniuchi. Text von Kirsch, Sarah. Hamburg:  Wittig, 1979.

Kirsch, Sarah. La Pagerie. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1980.

Hans mein Igel. Nach den Kinder – und Hausmärchen der Brüder Grimm. Erzählt von Kirsch, Sarah. Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg, 1980.

Kirsch, Sarah. Erklärung einiger Dinge. Dokumente und Bilder. Reinbek bei Hamburg:  Rowohlt, 1981.

Kirsch, Sarah. Erdreich. Gedichte. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1982.

Kirsch, Sarah. Erdreich. Blindendruck der Deutschen Blindenstudienanstalt. Marburg:  Deutsche Blindenstudienanstalt, 1982.

Kirsch, Sarah. Der Winter. Gedichte. Hauzenberg: Edition Pongraz, 1983.

Kirsch, Sarah. La Pagerie. Mit einem Essay von Marcel Reich – Ranicki. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1984.

Kirsch, Sarah. Katzenleben. Gedichte. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1984.

Kirsch, Sarah. Landwege. Eine Auswahl 1980 – 1985. Mit einem Nachwort von Günther Kunert und 15 faksimilierten Autographen. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1985.

Kirsch, Sarah. Hundert Gedichte. Eine Auswahl aus den Büchern "Landaufenthalt", "Zaubersprüche", "Rückenwind", "Drachensteigen" und ein Gespräch über ihre Gedichte. Stuttgart: Europäische Bildungsgemeinschaft, 1985.

Kirsch, Sarah. Irrstern. Prosa. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1986.

Kirsch, Sarah. Die ungeheuren bergehohen Wellen auf See. Erzählungen aus der ersten Hälfte meines Landes. Mit einem Nachwort von Jens Jessen. Zürich:  Manesse, 1987.

Kirsch, Sarah. Galoschen. Immerwährender Kalender. Bremen: Neue Bremer Presse, 1987.

Kirsch, Sarah. Schneewärme. Gedichte. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1988.

Kirsch, Sarah und Kühl, Ingo. Luft und Wasser. Gedichte und Bilder. Göttingen: Edition Arnold im Steidl – Verlag, 1988.

Kirsch, Sarah. Allerlei – Rauh. Eine Chronik. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1989.

Kirsch, Sarah. Musik auf dem Wasser. Gedichte. Herausgegeben von Elke Erb. Leipzig: Reclam Verlag, 1989.

Kirsch, Sarah. Die Flut. Gedichte. Auswahl von Gerhard Wolf. Berlin und Weimar: Aufbau – Verlag, 1989.

Kirsch, Sarah und Oelschläger, Erdmut. Caroline im Wassertropfen. Berlin: Junge Welt, 1990.

Kirsch, Sarah. Tiger im Regen. Gedichte. Mit 11 Zeichnungen von Hyun – Sook Song. Ravensburg: Otto Maier, 1990.

Kirsch, Sarah. Schwingrasen. Prosa. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1991.

Kirsch, Sarah. Spreu. Göttingen: Steidl, 1991.

Kirsch, Sarah. Erlkönigs Tochter. Gedichte. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1992.

Kirsch, Sarah. Sarah Kirsch. Remagen: Rommerskirchen, 1992.

Kirsch, Sarah. Eisland. Zwölf Gedichte. Warmborn: Keicher, 1992.

Kirsch, Sarah. Gedichte. Stuttgart: Deutscher Bücherbund, 1994.

Kirsch, Sarah. Das simple Leben. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1994.

Kirsch, Sarah. Gedichte. Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg, 1994.

Kirsch, Sarah. Sechs Gedichte. Ebenhausen bei München: Langewiesche – Brandt, 1995.

Kirsch, Sarah. Ich Crusoe, Sechzig Gedichte und sechs Aquarelle (Zum Geburtstag der Autorin am 16. April 1995). Mit einem Vorwort von Joachim Kaiser und einem Nachwort von Katrin von Maur. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1995.

Kirsch, Sarah. Bodenlos. Gedichte. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1996.

Kirsch, Sarah. Allerlei – Rauh. Eine Chronik. Stuttgart: Deutsche Verlags  - Anstalt, 1996.

Kirsch, Sarah. Luftspringerin. Gesammelte Gedichte und Prosa. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 1997.

Kirsch, Sarah. Werke in fünf Bänden. Herausgegeben von Franz – Heinrich Hackel. Stuttgart:  Deutsche Verlags – Anstalt, 1999.

Kirsch, Sarah. Werke in fünf Bänden. Herausgegeben von Franz – Heinrich Hackel. München:  Deutscher Taschenbuch Verlag, 2000.

Kirsch, Sarah. Schwanenliebe. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 2001.

Kirsch, Sarah. Islandhoch. Göttingen: Steidl, 2002.

Kirsch, Sarah. Tartarenhochzeit. Stuttgart: Deutsche Verlags – Anstalt, 2003.


Zurück