Fremde in der Stadt – Ressentiments (Vorbehalte)
Anhand der Novelle „Pole Poppenspäler"
Inhalt: Der Handwerker Paul Paulsen erinnert sich an die Begegnung mit seiner Frau Lisei, die aus einer fahrenden Puppenspielerfamilie stammt, in seiner Heimatstadt und an die Vorurteile gegen ihre Ehe.  
Ressentiments gegen Lisei Tendler und gegen ihre Familie:
- Konfrontation des Ich-Erzählers gleich zu Beginn mit Schimpfnamen „Pole Poppenspäler", Auslöser zur Erzählung von Paul Paulsen.
- Anfängliche Vorurteile gegen das fahrende Volk von Paul Paulsen (hier noch Kind) werden überwunden.
- Das fahrende Volk gilt allgemein unter den Bürgern als nichtsnutzig (später auch als diebisch) und Puppenspielen als unehrenhafter Beruf.
- Im 2. Teil ( 12 Jahre nach erster Begegnung in mitteldeutscher Stadt) bestätigen sich offensichtlich die Vorurteile durch den Diebstahl, den Herr Tendler (unschuldig) begangen haben soll. Herr Tendler beendet auf Grund der Anschuldigungen seine Puppenspielerei. Lisei und er werden sesshaft.
- Heirat von Paul und Lisei stößt wegen Liseis Herkunft auf Unverständnis unter den Bürgern. Vorurteile lassen mit der Zeit nach, da beide ein bürgerl. Leben führen.
- Herr Tendler plant erneut Theateraufführung. Die Aufführung wird von Unruhestiftern unterbrochen (Höhepunkt).  Herr Tendler erholt sich von erneuter Erniedrigung nicht und stirbt, erstmalige Beschimpfung von Paul mit „Pole Poppenspäler".
- Beerdigung von Herrn Tendler wird wieder durch die selben Unruhestifter unterbrochen. Paul und Lisei lassen all das über sich ergehen. Mit Herrn Tendler wird der letzte Rest des Puppenspielerlebens (Kasperlepuppe) begraben. Vorurteile verblassen mit der Zeit.
Fazit: Mit der Geduld von Lisei und Paul und dem Willen, als rechtschaffene Bürger sich in die Gemeinschaft einzugliedern, erreichen sie mit der Zeit, dass sie an Ansehen (Paul durch sein gutes Handwerk) gewinnen. Den voreingenommenen Bürgern wird kein Anlass mehr zu Anfeindungen gegeben. Die Vorurteile lassen nach; die neue Generation bleibt unbelastet.

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