Spuren der Region
Hermann Iseke war sehr heimatverbunden. Aus diesem Grund erscheint das Eichsfeld sehr häufig in seinen Werken.

Die große Liebe zu seiner Heimat lässt die Region nur in positivem Licht erscheinen.

Eine seiner zahlreichen Landschaftsdichtungen ist das Gedicht über den "Braunen Bühl", der sich zwischen dem Sonnenstein und dem Ohmgebirge befindet und keinen festen Felsenkern hat:

Um den die Sage der alten Zeit

gewoben ein buntes Märchenkleid:

Einst wurde im Himmel ein Fest gefeiert,

und tüchtig vorher gekehrt und gescheuert.

Die Engelein hatten viel zu tun

Mit dem Staub, der fiel von den Heiligen Schuh`n.

Und als der Kehricht zum Berge schwoll,

Da rief ein Engel: "Sankt Christoph soll

ein Loch uns hau'n in des Himmels Mitten,

Damit wir es können hinunterschütten."

Sankt Christoph, den jeder als gutwillig kennt,

Der sägte ein Loch in das Firmament

Und stieß mit dem rechten Fuße dann

Den mächtigen Kehrichthaufen an,

Dass dieser zur Erde herniederfiel

Und liegen blieb als - der "brune Bühl"

(aus: Daub,H.G. Hermann Iseke. Sein Leben und seine Werke. Heiligenstadt 1920.S.165)


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