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  Jan van Dieken
Ein Projekt der VGS Hollen

- Lebenslauf -

12.03.1893

Johann Heinrich van Dieken
Wurde als erster Sohn des Fehnmeisters Theodor Heiko van Dieken und dessen Ehefrau Remine geb. de Vries in Stickhausen (Ostfriesland) geboren.

Theodor Heiko van Dieken
Sein Vater wuchs am Rand eines ausgedehnten Hochmoores in Ockenhausen auf, als Sohn eines Lehrers, der als „Moorschulmeister“ bekannt war.

Der Fehnmeister hatte täglich mit der Kultivierung und Besiedlung des Hochmoores zu tun. Täglich waren längere Dienstfahrten mit dem Fahrrad erforderlich, auf die er seinen Sohn Jan mitnahm, damit ihm seine Heimat vertraut wurde.

Remine van Dieken geb. de Vries
Seine Mutter wuchs in Nordgeorgsfehn als Enkelin eines aufstrebenden Fehnbewohners auf, der aufgrund seines heftigen Temperaments den Namen „Fürfreter“ hatte.

1904
Besuch des altehrwürdigen Gymnasiums für Jungen in der Kreisstadt Leer.
1905

Jan van Dieken schrieb seine ersten Verse, in denen es hieß:

Fabriksirenen erfüllen die Luft.
Schauerlich wie aus verlorener Gruft
stöhnt ein Stapfen, ein Rollen herauf.
Dort nimmt die Untergrundbahn ihren Lauf.
Fliegende Menschen durchsausen die Wolken
und tanzen auf dem Mond womöglich Polka.

1912
Er bestand sein Abitur.
1912
In Tübingen studierte er Biologie, da er sich sehr für die Natur begeisterte.
1914
Jan van Dieken wurde dem Paradies seiner romantischen Träume entrissen, als er eingezogen wurde, als der erste Weltkrieg begann.
1914
Bald nach Kriegsausbruch wurde sein bester Freund Fritz Eden an der Front getötet.
1914-1918
In den Zeiten des Krieges erkannte er, dass es auf der Erde nicht nur schöne Dinge gibt, sondern, dass auch grausame Dinge geschehen. Er hoffte, die wahre Geborgenheit bei Gott zu finden. Er entschloss sich, nach dem Krieg Theologie zu studieren um Pastor zu werden.
04.12.1918 
Der Krieg war zu Ende. Jan van Dieken kehrte nach Hause zurück. Dieser Tag brachte ihm Hoffnung und Freude, denn er durfte nun wieder ein eigenes Leben führen.
26.12.1918 

Pastor Bode begrüßte in der Kirche Detern von der Kanzel aus seine Heimkehr.

März 1919
Seine 18jährige Lieblingsschwester starb an einer tückischen Gehirnhautentzündung.
Herbst 1919 
Er nahm in Göttingen das Studium der Theologie auf.

Während seines Studiums in Göttingen lernte er seine spätere Frau Elisabeth Herbst kennen.

Nach Beendigung seines Theologiestudiums und des Vikariats erhielt Jan van Dieken seine erste Pfarrstelle in Immenrode im Harz.

Hochzeitsfeier in Baunschweig
Die ostfriesischen Gäste wurden in der Familie Herbst liebevoll aufgenommen.

Mai 1926
Man musste von Immenrode Abschied nehmen, weil Jan van Dieken als Pastor von Krummdeich an die Niederelbe gewählt wurde.
15.08.1926
Seine Tochter Friederike kam zwei Monate zu früh auf die Welt.
Winter 1929 
Sein Sohn Heiko wurde geboren.
Dezember 1930
Es gab viele Tränen, denn es musste Abschied genommen werden.
Die Kirchengemeinde Juist hatte Jan van Dieken gebeten ihr Pastor zu werden.
1931
Die Jahre auf Juist waren für die ganze Familie reich an beglückenden Erlebnissen. In den Sommermonaten war das Pfarrhaus voller Gäste aus ganz Deutschland.
1931 / 1933
Seine Söhne Folkert und Frerich wurden geboren.
Frühling 1935
Die Familie verließ die Insel Juist und zog nach Hollen, einem kleinen ostfriesischen Dorf. Nachdem der begnadete Pastor Hans Bruns die Gemeinde verlassen hatte, suchten die Hollener einen ebenbürtigen Nachfolger. Darum wurde Jan van Dieken aufgefordert hier Pastor zu werden.
1935
Nun wohnte Jan van Dieken wieder in seiner Heimat und im Nachbardorf seiner Eltern, die immer noch in der Fehnmeisterei lebten.
Mai 1945
Die Niederlage der Deutschen wurde in Hollen überwiegend als Befreiung von den Kriegsängsten erlebt. Menschen, die kein Zuhause hatten, wurden im Pfarrhaus untergebracht.
Herbst 1945
In der Nachkriegszeit musste die Familie von Jan van Dieken nicht hungern, weil sie Nahrung von Gemeindemitgliedern geschenkt bekamen.
Winter 1945
Diese Zeit war eine Voraussetzung für den Beginn einer seiner kreativsten Phasen seines Lebens.
Er schrieb viele Gedichte und Erzählungen, vor allem in der plattdeutschen Sprache.
14.04.1951

In Aurich wurde er zum Landschaftsrat gewählt.

10.05.1952
Er hielt das Schlusswort in Upstalsboom und war von nun an intensiv a n der Durchführung der Ostfriesentage in Aurich beteiligt.
Sommer 1952

Von ihm wurde eine Arbeitsgruppe Volkskunde und Brauchtum geleitet.

Juli 1959
Seine Frau starb sehr plötzlich.
August 1959
Seinem Vater brach dieser Verlust das Herz, so dass er wenige Wochen später auch starb.
Frühjahr 1961
Eine neue Frau trat in sein Leben. Er lernte Rosemarie Heintzel in seiner Arbeitsgruppe kennen.
Juli 1961
Ihre Hochzeit fand in Hannover statt.
31.12.1961
Jan van Dieken nahm Abschied von seiner Kirchengemeinde. Fast 500 Menschen kamen zu seinem Abschiedsgottesdienst.
Januar 1962
Nun begann ein neuer Lebensabschnitt. Er kaufte an der 2. Süderwieke in Westrhauderfehn ein kleines Bauernhaus. Das große Grundstück bot herrliche Möglichkeiten eine ganz besondere Landschaft zu gestalten.
März 1968

Bewegt von der Sehnsucht nach Frieden zwischen Völkern, Generationen, Individuen und Konfessionen, errichtete er einen Hügel namens Krüzbarg, auf dem sein Friedenskreuz immer noch steht.

April 1971
Jan van Dieken brachte ein Buch über die Pflanzen im ostfriesischen Völkerglauben und Brauchtum heraus, das unmittelbar nach seinem Tod erschien.

26.04.1971
Jan van Dieken starb recht plötzlich.

 


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