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  Jan van Dieken
Ein Projekt der VGS Hollen

- Der Fuerfreter -

Jan van Dieken:
"Fürfreter" - Eine hochdeutsche Erzählung

Jan van Dieken, von 1935 bis 1961 Pastor in der Kirchengemeinde Hollen / Ostfriesland, lernte, da sein Großvater Harm Gerdes de Vries in Nordgeorgsfehn wohnte, schon als Kind sehr intensiv das Leben der Moorbewohner kennen. In seiner Erzählung "Fürfreter" beschreibt er das Leben des Schiffers und späteren Landwirts "Lübbert Harms", mit dem er seinen 1807 geborenen Urgroßvater Gerd Hinrichs Harms de Vries darstellt , der die Entstehung des Ortes Nordgeorgsfehn selber erlebt hat und von seinen Mitbewohnern "Fürfreter" genannt wurde.

In anschaulicher und auch für Kinder verständlicher Weise versetzt der Verfasser den Leser in die Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts, indem er die damals üblichen Methoden des Torfabbaus und die den Siedlern von der Regierung gemachten Auflagen vorstellt, aber auch, unter welch erbärmlichen Bedingungen die ersten Siedler im Moor ihren Kampf um ein kärgliches Auskommen, oft sogar ums nackte Überleben, führen mussten.

Die Beschreibung dieser Lebensweisen verknüpft der Verfasser mit dem Lebensbericht des "Fürfreters" Lübbert Harms, der mit 12 Jahren aus der Schule entlassen wurde, um bei seinem Vater auf dem Schiff mithelfen zu können. Unbändige Arbeitskraft und eisernen Willen bringt Lübbert auf, so dass er bald für sich und seine verarmten Eltern eine Moorhütte errichten kann. Da die ersten Kolonisten sich im Gegensatz zum "Fürfreter" zunächst vielfach gegen den Kanalbau und die Fehngründung stellen, erfährt Lübbert viel Abweisung und Demütigungen. Dennoch ist er immer wieder bereit, seinen Mitbewohnern in ihrer Not und Verzweiflung zu helfen und dadurch auch große Opfer auf sich zu nehmen. Trotz aller Anfeindungen, die er bei seinem Einsatz für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit als Vorarbeiter im Dienst der Regierung erlebt, macht er sich als Wohltäter der Moorbewohner einen Namen.

In Jan van Diekens Erzählung "Fürfreter" kommt aber auch die seelsorgerliche Seite nicht zu kurz: Hatte Lübbert in seinem bisherigen Leben auf alle Bitten seiner Mutter und seiner Frau, auf Gottes Hilfe und Segen zu vertrauen, mit Ablehnung reagiert und gemeint, alles mit eigener Kraft und durch noch mehr Leistung schaffen zu können und müssen, so gerät er am Ende, nach dem Tod seiner Frau, durch die wohlgemeinten Vorhaltungen des Seelsorgers und den überzeugenden Bericht einer Lübbert wohlbekannten Frau in einen tiefen Glaubenskampf und bekommt zuletzt doch noch Frieden mit Gott.


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