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Die Geschichte von Belsazar

 

Die Geschichte von Belsazar wird im 5. Buch des heiligen Propheten Daniel erzählt.Belsazar ist der Sohn Nebukadnezars, der Babylon erobert hat und nach seinem Tod seinem Sohn das Reich hinterlassen hat. Belsazar liebte Feste und eines Abends, als er wieder einmal mit seinen Gefolge feierte, befahl er trunken die goldenen Becher zu holen, die sein Vater aus dem Tempel zu Jerusalem genommen hatte, damit er mit all seinen Frauen und Nebenfrauen daraus trinken könnte. Die heiligen Becher aus dem Hause Gottes wurden mit Wein gefüllt und Belsazar trank samt seiner Gefolgschaft aus den Bechern und sie spotteten über Jehova, den Gott der Juden. Plötzlich erschien eine Hand und schrieb etwas auf die königliche Wand, die dem König gegenüber war. Belsazar erschrak furchtbar und rief: «Welcher Mensch diese Schrift lesen und sagen kann, was sie bedeutet, der soll mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette an seinem Halse tragen und als Dritter im Reiche herrschen!» Sofort kamen die Weisen des Palastes, doch keiner war imstande die Schrift zu entziffern. So lässt er seine Mutter holen und die erzählt ihm von Daniel, einem weisen Juden, der bereits seinem Vater gedient hat, den sein Vater Belsazar nannte. Auf den Rat seiner Mutter hin lässt König Belsazar ihn holen. Er verspricht auch ihm Reichtum und den Platz als dritten Herrscher, doch Daniel lehnt ab. Er erklärt dem König: Die Schrift, die dort stand,autete: Mene Mene Tekel Upharsim. Und sogleich erklärte er die Worte. Mene bedeutet, Gott hat die Tage deines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet! Tekel bedeutet: Du wurdest auf der Waage der Gerechtigkeit gewogen und als zu leicht befunden! Und Upharsim bedeutet: Dein Reich wird geteilt und den Persern und Medern gegeben! Darauf befahl Belsazar Daniel eine goldene Kette um den Hals zu legen und ihm zum dritten Herrscher des Reiches ausrufen zu lassen. In Der Nacht wurde Belsazar umgebracht.

Heinrich Heines Belsazar

Heinrich Heine erzählt die Geschichte des Belsazar zunächst genau wie im 5. Buch des Propheten Daniel. Erst am Schluss löst er sich von der Geschichte und sagt, dass niemand die Worte lesen konnte und er in der Nacht von den Knechten umgebracht wird. Sein Schluss ist mit einmal recht abrupt, und wieso er sich entschied die Knechte den König umbringen zu lassen ist auch nicht sicher. Vielleicht ließ er sie im Auftrag Jehovas handeln, denn das Volk Jerusalems bestand schließlich aus Juden und wurde unterdrückt, so dass es gut sein kann, dass er jüdische Knechte hatte. Dass Heinrich Heine sich entschlossen hat, dieses Geschichte von der Befreiung der Juden als Ballade zu schreiben, hängt wohl auch mit seinem Judentum zusammen und den Problemen, die er damit hatte.

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