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Heinrich Heine und das Judentum

 

Heinrich Heine wurde am 13.12.1797 als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Ob er als Säugling beschnitten wurde, weiß man jedoch bis heute nicht, da seine Mutter sehr aufgeklärt war und dies vermutlich als veraltete Tradition empfand.

Sein Judentum beschäftigte ihn sein ganzes Leben durch und machte ihn sogar auf der Universität zum Außenseiter. Nachdem er jahrelang mit dem Antisemitismus konfrontiert wurde, forderte er schließlich 1821 einen seiner Gegner zum Duell auf, worauf er der Universität Göttingen verwiesen wurde. Er musste einige Jahre in Berlin studieren und trat dort 1822, also mit 25 Jahren, dem „Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden“ bei. Er verließ den Verein 1823 jedoch wieder, weil der einer Sekte immer ähnlicher wurde.

Anfang 1824 wurde Heine von der Universität in Göttingen zum zweiten Mal aufgenommen und bestand im Juli 1825 sein Juraexamen. Da das Schriftstellerdasein zum Leben nicht ausreichte, war Heine gezwungen, einen bürgerlichen Beruf auszuüben. Da er als Jude keine Chance hatte in den Staatsdienst eingestellt zu werden, ließ er sich am 28. Juni 1825 nach religiöser Unterweisung und Prüfung evangelisch lutherisch taufen. Die Universität verweigerte ihm eine Lehrstelle jedoch trotzdem.

1840 versuchte Heine in dem Werk der "Rabbi von Bacherach" den Menschen in Bezug auf die "Judenfrage" die Augen zu öffnen, aber sein Versuch blieb ohne Erfolg. Kurz vor seinem Tode kehrte Heine zum Judentum zurück um in ihm Kraft zu finden. Im Nachhinein kann man nur noch erahnen, wie sehr Heine unter seinem Juden- und Deutschtum gelitten hat. Heine starb 1856 in Paris nach langer, schwerer Krankheit.

Belsazar

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