Kapitel VIII - Soll und Haben



Der Erzähler reflektiert über ein Unglück in Texas, bei dem eine Schule in die Luft flog, weil die Gasleitung unter der Schule explodiert war. Bei den Bergungs- und Aufräumarbeiten wurde eine Tafel gefunden, auf der stand, dass es die nun zerstörte Schule ohne das Gas und das Öl, das diesen Staat so wohlhabend gemacht hat, nicht gegeben hätte.
Der Erzähler sagt zu August, einen Stadtstreicher, den man den Staatsanwalt nennt, dass es diese Art von Tafeln überall gäbe, in Romanen, Autos und an Häusern. August antwortet ihm, dass dies auch ein Beispiel dafür wäre, wie unsicher unser Leben sei. Tagtäglich würden wir uns um unsere Finanzen kümmern und Geld für schwere Zeiten zurücklegen und trotzdem fühlten wir uns nie sicher. Wir beschäftigten uns mit jedem kleinen Geldbetrag und hätten wir dann mal eine Geldangelegenheit erledigt, fielen uns gleich wieder drei neue ein, die man erledigen könnte.
Balzac habe gesagt, dass der wahre Vorteil der Reichen darin bestehe, dass sie sich keine Sorgen um die kleinen Geldbeträge machen müssten. Wir dagegen rechnen und rechnen und selbst am Abend, wenn wir uns in unsere Betten legten, hätten wir Angst, dass das Bett unter uns zusammenbräche.


7. Kapitel<<           Übersicht            >>9. Kapitel

[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20]

Zur Person: [Biographie] [Fotos/Bilder] [Interview]
Werke: [Hörspiel] [Gedichte] [Erzählung] [Film]
"Nördlich..." [Einleitung] [Kapitel] [Rezensionen] [60er Jahre] [70er Jahre] ["Pitaval"]
Variationen: [Unsere Texte]
Projekt: [Impressum]