Kapitel VII Eine blutige Geschichte



In diesem Kapitel wird nun viel von Lotte berichtet, die in der Aufzählung des Erzähler am Ende des vorangegangenen Kapitels vorkam: Gernot, ein alter Freund, stattet dem Erzähler einen unerwarteten Besuch ab, nachdem er auf der Beerdigung eben dieser Lotte war, einer ungewöhnlichen Frau aus der Kleinstadt Adelebsen in der Nähe Göttingens. Genot erzählt fast seine ganze Lebensgeschichte: wie er nach Adelebsen kam, wie er als Jugendlicher kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die fünfzehnjährige Dagmar kennen lernte - "solche Mädchen warten ab, wenn man sie kennen lernt" - und über sie auch deren Mutter Lotte. Gernot wird von dieser eigenartigen Frau, die sich fast den ganzen Tag in ihrem Zimmer vergraben und gelesen und und Briefe geschrieben hätte, eines Abends aufgefordert, mit ihr zu schlafen. Genot ist wie gelähmt. Auf das Angebot kann er nciht eingehen. Die beiden sehen sich jahrelang nicht wieder.
Ungefähr ein Jahr vor dem Besuch bei dem Erzähler hört er von einem Freund, dass Lotte sich sehr verändert habe und oft ausgehen und mit jedem schlafen würde, der sie haben wolle. Er schreibt ihr und erfährt kurz darauf, dass Lotte einen Selbstmordversuch begangen hatte. Daraufhin sieht er sie endlich wieder und verbringt mehrere Wochen mit ihr. Doch da sie immer wieder versucht, sich das Leben zu nehmen, verlässt er sie schließlich und muss ihr wenig später die letzte Ehre erweisen.


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