Kapitel XIII Auf Leben und Tod



Steinheim: Der Erzähler trifft die schrullige Dellebachmarie, die ihm von den beiden Dorfschustern erzählt. Der erste Schuster - Johann Missler - ist um die Jahrhundertwende mit Eisenbahnbautrupps ins Dorf gekommen, will, um seine Geliebte zu beeindrucken, ein Reh wildern. Dabei erschießt er einen Förster und wird noch in derselben Nacht von einer Tante seiner Geliebten verraten. Im Gefängnis lernt er Schuhe herzustellen. Er findet eine Wohnung beim Müller und wird zum etwas seltsamen Schuster des Dorfes, der allerdings robuste, zweiballige Schuhe herstellt. In den zwanziger Jahren bekommt er Konkurrenz: Louis Fürst, ein Schuster der moderne einballige und preiswertere Schuhe herstellt, die aber nicht so haltbar sind. Sie verstricken sich in einen Konkurrenzkampf, an dessen Ende sich Johann bei einem Selbstmordversuch zum Krüppel schießt. Louis hat nun ein ganzes Dorf für sich, wird aber später von Schuhfabriken aus dem Geschäft gedrängt. Er erhängt sich an Schnürbändern.


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