Schullogo

Erfahrungsbericht

Red Line

Sabine Stehno Als verantwortliche Klassenlehrerin bin ich mit dem durchgeführten Projekt insgesamt sehr zufrieden. Besonders die Motivation, mit der die beteiligten Schülerinnen und Schüler an den einzelnen Arbeitsaufträgen arbeiteten, ist hervorhebenswert.

Kurzum: Den Kindern wie auch mir als Lehrerin hat es gut getan, einmal aus den gewohnten Unterrichtsbahnen auszubrechen, neue Schwerpunkte zu setzen und vom konventionellen Arbeitsrhythmus abzuweichen.

Entscheidend half die neue Form der multimedialen Ergebnispräsentation mit, den Schultrott zu durchbrechen. Sie stellte sich für die Kinder als besonders motivierende Form der Veröffentlichung von Schülerarbeiten dar, erforderte jedoch auch weit mehr zeitliches Engagement der Lehrkraft als von mir zuvor angenommen. Die Internetpräsentation erwies sich insbesondere durch notwendige Software-Einarbeitungsphasen nicht nur als „positive Herausforderung“, sondern auch als „umfangreicher Arbeitsauftrag“. Glücklicherweise standen uns immer Ansprechpartner zur Seite, so dass sich kein Programmier-Frust festsetzen konnte.

Heute - nach Abschluss des Projekts - relativiert sich der Blickwinkel insofern, als mir natürlich bewusst ist, dass jede neue Arbeitsform zunächst einmal zusätzliches zeitliches Engagement bedeutet. Als Zeitmanagement-Empfehlung würde ich daher dringend das Einbeziehen einiger Ferien- oder Wochenendtage als Arbeitsblock anraten. Zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft in der Schule erscheint mir dies nicht ratsam.

Wir planen im nächsten Jahr ein ähnliches Projekt zu einer weiteren Oldenburger Künstlerin / einem Künstler durchzuführen, da die Resonanz von Kindern wie Eltern durchweg positiv war und wir so „in Übung“ bleiben wollen. Dann ist die Internetaufarbeitung sicher nicht mehr so aufwendig und Erfolge stellen sich schneller ein. Im Hinblick auf Lehrerausbildung ist vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen wünschenswert, dass die neu zu qualifizierenden Lehreranwärter und -anwärterinnen bereits an der Uni oder im Seminar Internetpräsentationstechniken als selbstverständliches methodisches Know-How vermittelt bekommen. Als besonders erfreulich sind in diesem Zusammenhang auch die angebotenen Kurse des Initiativprogramms n-21 zu erwähnen, das nicht nur Präsentationsplattformen bietet, sondern gleichzeitig um Ausbildung und Schulung der Lehrkräfte bemüht ist.

Diejenigen, die sich - wie ich - nachträglich für das Web „fit machen müssen“, sollten auf eine gleichmäßige Verteilung von Ämtern und Aufgaben im Kollegiums achten, um in anderen Bereichen Entlastung zu erfahren.

So bleibt „der Kopf frei“ für die Entwicklung und Nutzung dieser neuen multimedialen Lernumgebungen mit ihren ohne Frage faszinierenden Möglichkeiten und Chancen!

Red Line