Joachim Ringelnatz in Cuxhaven

Projekt: "Ein Dichter malt seine Welt. Seine Welt? Ist es nicht auch ein Stück unserer Welt?"
Ein Projekt der Orientierungsstufe der Döser Schule - Cuxhaven

 

 











Daniel Gato Torres

 

• Einleitungsseite und Bilder der 6e
• Bilder der 6a
• Bilder der 6b
• Bilder der 5c
• didaktische Konzeption des Projekts
• bei der Arbeit
• Gedanken der "Ausstellungsmacher"
• Besuch der Uni Oldenburg
• öffentl. Ausstellung


• Literaturatlas - unser Hauptthema
• Spurensuche(1) - die Bretterkaserne
• Spurensuche(2) - die Litfasssäule
• Spurensuche(3) - die Ringelnatz-Straße
• Spurensuche(4) - Seeheim??
• Gedichte(1) - "Bumerang"
• Gedichte(2) - "Die Ameisen"
• Gedichte(3) - "Und ich darf noch"
• Gedichte(4) - "Schenken"

 

Januar 2002
Gedanken der "Ausstellungsmacher"
Dr. Friederike Schmidt-Möbus &
Dr. Frank Möbus
zu diesem Projekt

Als wir, die Macher der Ausstellung Ringelnatz! Ein Dichter malt seine Welt von dem Projekt der Döser Schule erfuhren, da waren wir, gelinde gesagt, skeptisch, ob das gelingen könnte. Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe: Das ist in der Regel kein Publikum, das man mit Ausstellungen erreicht, die für Erwachsene konzipiert worden sind. Unsere Ausstellung hätte da keine Ausnahme gemacht. Für Schülerinnen und Schüler dieser Altersstufe zu umfangreich und zu komplex schienen die zahllosen Erläuterungstafeln, zu vielgestaltig die Menge der Exponate, zu viel Vorwissen war notwendig, um Ringelnatz' Werk als einen Spiegel der historischen Wirrsale zu begreifen, die seine Lebenszeit prägten. Das schien bestenfalls ein Thema für die gymnasiale Oberstufe zu sein. Aber wir wurden eines Besseren belehrt. Die Initiative der Döser Schule zeigt, daß es auch ganz anders geht.
Die Bilder, die innerhalb dieses Projekts entstanden, beweisen ebenso wie die nachdenklichen Erläuterungstexte der Schülerinnen und Schüler, daß sie hier etwas ungeheuer Wichtiges gelernt haben:
daß Bildkunst und Literatur sich nicht nur auf Leinwand und Papier abspielen, sondern etwas mit dem wirklichen Leben zu tun haben. Ihre Bilder und Texte erzählen von den Gefahren der See, von den wirtschaftlichen Nöten zu Kriegszeiten, von der Solidarität der Menschen im allgemeinen und der Seeleute im besonderen, von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft manchmal. Angeregt von Joachim Ringelnatz' Ölgemälde Letzte Fahrt ließen sie ihrer Kreativität freien Lauf - und die kleinen Kunstwerke, die dabei entstanden sind, vermögen ihre Betrachter zum Staunen zu bringen: Sie sind es ganz entschieden wert, einem größeren Publikum gezeigt zu werden. An der Döser Schule ist etwas Vorbildliches geleistet worden. Wo solche Projekte gelingen - da muß man sich um die oft beschworene ›gesellschaftliche Relevanz‹ der Deutsch- und Kunstunterrichts keine Sorgen machen.

Friederike Schmidt-Möbus & Frank Möbus

 


web © Rainer Genau 2002