Graf Wilhelm zu Schaumburg - Lippe

Er wurde am 9.1.1724 in London geboren, wo sein Vater, Graf Albrecht  Wolfgang, einige Jahre in enger Beziehung zum Königshaus (seit 1714 das Haus Hannover mit Georg I.) lebte. Die Erziehung Wilhelms lag in seinen ersten Lebensjahren in der Hand seiner Großmutter. Seine Mutter starb bereits 1726.

1748 übernahm er die Regierung in Schaumburg-Lippe.

Graf Wilhelm wurde ein bedeutender Staatsmann und Feldherr. Er führte die allgemeine Wehrpflicht in seinem Lande ein, nahm an der Seite Friedrichs des Großen von Preußen am Siebenjährigen Krieg teil, wobei er sich besonders in der Schlacht bei Minden 1759 großen Ruhm erwarb. Er wurde britischer und portugiesischer Feldmarschall, reformierte das portugiesische Heer, besiegte mit ihm die Spanier und sicherte Portugal so die Unabhängigkeit.

In seinem Land errichtete er die Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer und unterhielt dort eine Kriegsschule. Scharnhorst erhielt hier seine Ausbildung.

Wilhelm setzte sich gegen den damals üblichen Soldatenhandel ein.

Großes tat er auch auf kulturellem Gebiet für sein Land, indem er bedeutende Männer wie Abbt, Herder und Friedrich Bach, einen Sohn des berühmten Johann Sebastian Bach, an seinen Hof holte.

Als Graf Wilhelm am 10.9.1777 gestorben war, sagte Friedrich der Große: „Der König hat einen großen General, die Welt einen großen Philosophen und ich habe einen meiner besten Freunde verloren.“

        

Am Reiterdenkmal Friedrichs des Großen in Berlin werden alle seine Heer- und Schlachtenführer gezeigt oder genannt, auch Graf Wilhelm (s. Detailbild)

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