Familienleben

Ein Ereignis war auschlaggebend, dass sich Herder in Bückeburg endlich zu Hause fühlte: seine Hochzeit in Darmstadt am 2. Mai 1773 mit seiner Braut Karoline Flachsland. Diese hatte vorher den Landgrafen von Hessen-Darmstadt um seine Zustimmung zur Vermählung gebeten: "Der gräflich bückeburgische Konsistorialrat Herder lernte mich vor zwei Jahren bei seiner Durchreise  hier kennen und gedenket durch nähere Verbindung mich glücklich zu machen." Auch Herder hatte erst "nach erhaltener gnädigster Genehmigung" durch Graf Wilhelm heiraten dürfen. Der Trauungszeremonie in Darmstadt wohnte auch Goethe bei.

Das Ehepaar Herder fühlte sich in der nächsten Zeit in Bückeburg immer wohler. Sie bekamen Kontakt zu Bückeburger Familien, und viele Freunde besuchten sie in ihrem Haus am Wall. Hier wurden ihre ersten Kinder, zwei Söhne, geboren: am 28.8.1774 Gottfried , dessen Pate Gräfin Maria war, und am 18.8.1776 August Wolfgang.

Zu den Taufpaten des zweiten Sohnes gehörte auch Goethe. Herder selbst machte über ihn den Eintrag ins Kirchenbuch "Geheimer Legationsrat Göthe (!!!) in Weimar."

 

Auszug aus dem Kirchenbuch