Nicolas Born - Ausstellung im Dannenberger Waldemarturm

Nach dem großen Erfolg auf dem Künstlerhof Schreyahn wurde am Freitag, den 11. August 2000 die Nicolas Born - Ausstellung im Waldemarturm eröffnet. Neben den Werken und Büchern des Schriftstellers wurden auch "Fotos und Dokumente zu seinem Leben und Wirken" gezeigt. Kreiert wurde diese Präsentation von Christiane Beyer. Seit 2001 kann man in der Remise, wo sich unter anderem das Archiv des Heimatmuseums befindet, ausgewählte Stücke der Ausstellung betrachten.

Auf dem zentral gelegenen Amtsberg in Dannenberg steht der Waldemarturm, in dem sich seit 1995 das Heimatmuseum befindet. Neben der Sammlung heimischer Tierwelt im vierten Stock finden im Waldemarzimmer jährlich mehrere verschiedene Ausstellungen statt. Erbaut wurde der Turm um 1200 unter Graf Heinrich I. von Dannenberg als Wehrturm einer Burg. Seinen Namen verdankt der Turm König Waldemar II. von Dänemark, der sich den Unmut des Grafen zuzog. Der Graf nahm Waldemar und dessen Sohn 1223 in Gefangenschaft und sperrte sie bis Ende 1225 in den Turm.

Bei einer Turmhöhe von 33 Meter, die über 13 Stufen der Außentreppe und 113 Stufen der Innentreppe zu erreichen ist, hat man einen wunderschönen Blick auf Dannenberg und Umgebung.

Für diejenigen, denen das zu hoch ist, hat der Turm einen 3 Meter tiefen Keller. Das Mauerwerk hat eine Dicke von 2,30m bis 3,53m.

1303 verkaufte Nikolaus von Dannenberg, der Letzte seiner Sippe, gegen eine Leibrente seine Rechte an Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg. Als 1337 die Askanier die Burg übernahmen, wurde sie vermutlich zerstört. Über 200 Jahre später, 1569, erbaute Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg als Fürst von Dannenberg ein neues Schloss anstelle der alten Burg. Das Ende für das Fürstentum Dannenberg kam 1671. Der Schlossberg wurde zum Amtsberg und der Turm wurde wieder als Gefängnis genutzt. Bei einem Brand 1672 wurden der Fachwerkbau und die Turmspitze zerstört. Knapp 50 Jahre später, 1720, wurde der Turm renoviert und so umgebaut, wie man ihn heute besichtigen kann. In den folgenden Jahren diente der Turm verschiedenen Zwecken. Von 1803 bis 1944 wurde er zuerst als Wehr- und dann als Aktenlager genutzt. In der Zeit der Britischen Besatzung von 1945 bis 1948 diente er dieser als Gefängnis. Drei Jahre später wurde er Magazin der Bundeswehr und schließlich wieder Aktenlager, bis er 1959 das wurde, was er heute ist: Das Heimatmuseum Dannenberg.

Zitat-Quelle: Elbe-Jetzel Zeitung vom 14. 8. 2000

S.L.