Das Glanzstück in der Sammlung des I. Physikalischen Institutes ist diese Vakuumpumpe, die Lichtenberg auf eigene Kosten für ein kleines Vermögen aus England kommen ließ. Er investierte ein ganzes Jahresgehalt dafür! Sie lieferte wahlweise einen Überdruc oder ein Vakuum. Das Vakuum betrug 0,4 Torr, ca. 53 Pascal. Zum Vergleich: Der normale Luftdruck beträgt ungefähr 100 000 Pascal! Lichtenberg führte mit ihr Demonstrationsversuche durch, z.B. pumpte er damit zugebundene Schweinsblasen auf.
Ebenfalls ist noch Zubehör zur Pumpe erhalten, so z.B. eine Magdeburger Halbkugel (rechts) und eine Glasglocke über einer Klingel, die verstummt, wenn das schallübertragende Medium, die Luft, abgesaugt wird.
Mit dieser Schwungmaschine hat Lichtenberg Versuche zu der Trägheit rotierender Körper und zu der Zentrifugalkraft durchgeführt.
Der hier abgebildete Heronsbrunnen gehörte wahrscheinlich zur Sammlung Lichtenbergs.Füllt man den oberen Kessel mit Wein und gießt irgend eine Flüssigkeit in die obere Schale, fließt diese in den unteren Kessel und übt damit einen Druck auf die Luft im unteren Kessel aus. Dieser Druck setzt sich auf den Wein im oberen Kessel fort und lässt durch eine Düse eine Weinfontäne spritzen, die wieder in die Schale zurückfällt. Dies setzt sich so lange fort, bis der gesamte Wein in den unteren Kessel geflossen ist.
Lichtenberg besaß schon Elektroskope, Geräte wie sie auch heute noch im Physikuntericht zum Nachweis einer Ladung benutzt werden.
Mit orginalen Geräten Lichtenbergs wurde diese Lichtenbergsche Staubfigur erstellt.
Ein Orginal in Aktion: Prof. Gustav Beuermann führt ein Lichtenbergsches Elektrophor vor. Mit diesem Gerät kann man elektrische Ladungen trennen. Es ist wahrscheinlich eins der kleineren Elektophore Lichtenbergs; er konstruierte den seinerzeit größten Elektrophor mit einem Durchmesser von 2,5m, mit dem man Funken von 40cm Länge ziehen konnte. Ein Elektrophor besteht aus einer geerdeten Metallplatte, darüber einer isolierenden Platte, dem sog. "Kuchen" und einer an einem isolierten Griff hängenden zweiten Metallplatte. Da keine Ladungen vom einmal geladenen und sich an der Luft nur sehr langsam entladenen "Kuchen" auf die Metallplatte "fließen", sondern sich die Ladungen in dieser nur aufgrund des elektrischen Feldes des geladenen "Kuchens" verteilen (Influenz), kann man die Metallplatte fast beliebig oft laden.
Durch Reiben mit einem Katzenfell wird der Kuchen geladen.
Legt man die zweite Metallplatte auf den geladenen Kuchen, verteilt sich die Ladung in dieser Platte durch Influenz in einen positiv und einen negativ geladenen Teil; die gesamte Platte ist jedoch noch elektrisch neutral. Verbindet man nun die beiden Metallplatten, z.B. mit dem Finger, wird auch die obere Platte geerdet, die negative Ladung kann abfließen.
Die gesamte obere Platte ist nun positiv geladen, ein Elektroskop zeigt die Ladung an.