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In der Göttinger Innenstadt wurden zwei Statuen zu Ehren Lichtenbergs aufgestellt. Diese ist die 1992 von dem Albaner Fuat Dushku fertiggestellte Bronzestatue, sie steht neben dem alten Göttinger Rathaus. |
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Zum Größenvergleich: Philipps Schwester Nicki (12 Jahre) ist ca. 1,60m groß, Lichtenberg maß nur ungefähr 1,43m. Damit stellt diese Statue Lichtenberg schon überlebensgroß dar. |
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Eine weitere künstlerische Freiheit hat sich Fuat Dushku beim Buckel Lichtenbergs herausgenommen: Die Größe des Buckels der Statue ist maßlos untertrieben. Lichtenberg litt an schwerer Kyphoskoliose |
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Lichtenberg hat für elektrische Ladungen die Bezeichnungen + und - eingeführt. Dies verdeutlicht die Statue mit einer Kugel -die damalige Vorstellung eines Atoms- auf die + und - eingraviert ist. |


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Weender Landstraße, Ecke Güterbahnhofstraße: Heute eine typische gesichtslose Straßenkreuzung an der Ausfallstraße nach Norden. Hier befand sich früher, 700 Meter von der Innenstadt entfernt, vor den Toren der Stadt und ganz im Grünen gelegen, Lichtenbergs Gartenhaus. |
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1787 pachtete er Grundstück samt Haus. So sah es um 1900 aus... |
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...und so einige Jahre früher, von der Gartenseite her, bevor man es verputzt hatte. Aber auch die Holzverkleidung ist nicht original: Dahinter verbirgt sich das ursprüngliche Fachwerk. Besonders seit dem Ausbruch seiner schlimmen Krankheit 1789 war das Gartenhaus Schutz- und Rückzugsort, wo Lichtenberg oft den ganzen Sommer über lebte. |
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Die gute Stube. Lichtenberg scheute keinen Aufwand, es sich hier so schön wie möglich zu machen. In einem Brief vom 7. Mai 1790 schreibt er darüber an seinen Verleger Dieterich. »Die Stube ist fertig und schön, nur haben die Schlingels die Borte [unter der Decke] zu breit gemacht, ob ich gleich 10 mal das Gegentheil befohlen habe. Aber jeder hat seinen eignen Geschmack, einen ändern haben die Professoren und einen ändern die Weißbinder.« (An Johann Christian Dieterich, 7. Mai 1790, Bw 3, Nr. 1714) Von diesem Zimmer beobachtete Lichtenberg auch mit einem Fernrohr das traurige Begräbnis seines Professoren- und Dichterkollegen Gottfried August Bürger, der am 13. Juni 1794 auf dem nahe gelegenen Batholomäus-Friedhof beigesetzt wurde. |
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Lichtenbergs eigenhändige Skizze des berühmten y-förmigen Blitzableiters aus Blei, den er an seinem Gartenhaus anbringen ließ. Reste davon waren bis Ende des 19. Jahrhunderts vorhanden, sollen dann aber zum Bleigießen in einer Silvesternacht verbraucht worden sein. |
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Als das Haus 1907 vom Abriss bedroht wurde, kaufte es kurzentschpossen der Oberpostassistent und Kommunalpolitiker Heinrich Susebach "um es der Nachwelt zu erhalten", ließ es abtragen und als sein Wohnhaus im Brauweg wieder aufstellen - im ursprünglichen Zustand als Fachwerkhaus. Heute ist die Adresse Brauweg 38. |
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Dies ist der heutige Zustand des Gartenhauses. |



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Die alte Göttinger Sternwarte (hier in einem Stich von Heinrich Grape) befand sich in einem alten Turm der Stadtbefestigung zwischen der Nicolaistraße und der Kurzen Straße. Er wurde davor als Mühle benutzt. |
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Hier observierte Lichtenberg in den Jahren 1766-1774, was sich am Himmel
tat. Ob er dabei auch den später nach ihm benannten Mondkrater beobachtet hat? Von einer misslungenen Himmelsbeobachtung
berichtet er 1771 in einem Brief an seinen Freund Kästner: "Last night an unlucky accident, and I may say to my own defence a very rare one with me, made me miss very unastronomically the eclipse. Being very tired and not having slept the night before last, and nobody waking me I slept soundly till it was broad day. If the sky was clear, which is very likely, I missed the best eclipse in this month at least." |


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Als der Fachbereich Physik der Göttinger Universität zu umfangreich
wurde, begann man mit Neubauten in der Bunsenstrasse, die Ende 1905 bezogen
wurden. Hier sind also die Nachfolger Lichtenbergs tätig. In diesem
großen Gebäudekomplex, der mehrfach erweitert wurde, ist auch
heute noch das I. Physikalische Institut , die Festkörper- und Tieftemperaturphysik, untergebracht, keine Gehminute von unserer Schule entfernt. Leider soll demnächst die gesamte Physik aus den wunderbar gemütlich-physikalisch wirkenden alten Gebäuden in einen Neubau umziehen. |
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Im Großen Hörsaal finden physikalische Vorlesungen statt, bei denen die Vorführung von Experimenten nach wie vor eine große Rolle spielt... |
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...immer unter den Augen Lichtenbergs. |
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Hier muss man klingeln: Aus Sicherheitsgründen kommt hier nicht jeder rein - wir aber schon... |
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...und gelangen in den Keller wo sich die von Prof. Gustav Beuermann betreute Sammlung bedeutender physikalischer Apparate befindet. Hier gibt es auch noch einige, oft sogar noch funktionstüchtige Geräte aus Lichtenbergs Besitz. |

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Seit 1976 lehrt man an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule nach einem integriertem Lehrprinzip, bei dem Hauptschule, Realschule und Gymnasium bis zur 10 Klasse zusammen unterichtet werden. Allein die Hauptfächer sind in Leistungsgruppen getrennt. |
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Die Initiatoren dieser "Integrierten Gesamtschule" beziehen sich auf den folgenden Ausspruch Lichtenbergs: "Man muß etwas neues machen, um etwas neues zu sehen." |

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