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ermann Löns war auch einer der ersten Naturschützer, da er in seinen Werken darauf aufmerksam machte, dass der Mensch die Natur zunehmend bedroht. Dieses Thema machte ihn im damaligen Schaumburg zum „Revolutionär“, man hatte für ihn kein Verständnis. Löns war generell an der Natur interessiert. Er schrieb z. B. „Die Tierwelt von Bückeburg“ und „Lebensbilder aus der Tierwelt“. Auch nahm er die hiesigen Fische unter die Lupe, die 1765 in einem Werk von Dollen unter „Merckwürdigkeiten der Natur“ aufgeführt wurden.
Die Streitigkeiten mit dem Konsortium wurden dadurch natürlich nicht weniger und Hermann Löns schrieb schließlich in einem Brief: „Die Herren […] dachten, ich würde die Abonnentenzahl verdoppeln und die Ausgaben auf die Hälfte bringen.“
Ein Traum von Hermann Löns erfüllte sich dann endlich 1909: Er wurde zum Hofball eingeladen . Löns war gerade wegen der Nähe einer Hofgesellschaft nach Schaumburg-Lippe gekommen, da es so etwas in Hannover nicht mehr gab. Allerdings ging sein Traum nur dieses eine Mal in Erfüllung. Danach wurde er nicht mehr eingeladen, und als Rache verspottete er anschließend alles, was man verspotten konnte.
Die Zeit, die Hermann Löns in Bückeburg verbrachte, war auch seine schöpferische Hochphase. So schrieb er z. B. im Mai 1909 täglich zwei Feuilletons und seinen ersten Roman, „Der letzte Hansbur“ . Außerdem entstanden 1909 noch „Dahinten in der Heide“ , „Mümmelmann“ , „Aus Wald und Heide“ und eine Reihe weiterer Veröffentlichungen. 
Durch die Schriftstellerei hatte Hermann Löns allerdings zu wenig Zeit für seine Landes-Zeitung, also musste seine Frau aushelfen. Außerdem wuchsen die Streitigkeiten in dieser Zeit immer mehr an. Die Folge war dann schließlich die Kündigung zum September 1909. Das war wie eine Befreiung für ihn und er verließ daraufhin fluchtartig Schaumburg-Lippe.