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ermann Löns wurde am 29.September 1866 als Sohn des Gymnasiallehrers Friedrich Löns in Kulm an der Weichsel in Westpreußen geboren. Nur neun der insgesamt 14 Kindern überlebten die harten Zeiten. Durch die Geburt von so vielen Kinder war die Mutter von Hermann Löns restlos überfordert, sein Vater hingegen war ein sehr disziplinierter und strenger Mensch. Durch die Versetzung seines Vaters an ein Gymnasium in Münster zog Hermann im Alter von 18 Jahren mit seiner Familie nach Münster in Westfalen. Nachdem ihm das Abitur erst im zweiten Versuch gelang, studierte er auf Wunsch des Vaters, unter dessen Strenge er sehr litt, Medizin, scheiterte jedoch bald, ebenso wie in seinem zweiten Studium der Naturwissenschaften und der Mathematik. Durch das Scheitern seines Studiums kam das eher gespannte Verhältnis zwischen Vater und Sohn endgültig zum Bruch. 

Anschließend schlug er sich als Journalist bei verschiedenen Zeitungen durch, wurde jedoch immer wieder wegen "Trunkenheit und Disziplinlosigkeit" entlassen. Schließlich bekam er 1892 eine feste Anstellung in Hannover, wo er sich als Lokalredakteur mit Glossen und Naturbetrachtungen einen Namen machte. Durch das Tragen von hellen Anzügen und Hüten in der Stadt wurde er bald zum "Trendsetter", jedoch sehnte er sich nach einem ruhigen, beschaulichen bürgerlichen Leben. Um 1902 Lisa Hausmann heiraten zu können, trennte er sich 1901 von seiner ersten Frau Elisabeth Erbeck . Die zweite Frau brachte ihm einen behinderten Sohn zur Welt. Und in dieser Zeit kam in ihm das Verlangen, Romane zu schreiben. 1911 trennte sich Hermann Löns von seiner zweiten Ehefrau, wegen beruflichen Probleme und der ständigen Konflikte mit seiner Frau. Daraufhin führte er eine fluchtartige Reise vor den Alimenten (Unterhaltsbeiträge), die er hätte zahlen müssen, quer durch Deutschland und kehrte 1912 nach Hannover zurück. Hier lebte er nun mit seiner neuen Lebensgefährtin Ernestine Sassenberg, dem ehemaligen Kindermädchen aus Bückeburg, zusammen. Die Lebensprobleme und schriftstellerischen Krisen, die er hatte, versuchte er immer wieder durch Sexualität, Alkohol und die Jagd zu überwinden. Trotzdem konnte er seine halluzinatorischen Zuständen und Neurosen nicht überwinden und litt weiter darunter. 

Nachdem 1914 der Krieg ausbrach, war unter den vielen begeisterten freiwilligen jungen Männern unter anderem auch Hermann Löns. Er wollte keine Kriegslieder mehr schreiben und beschloss sich statt dessen aktiv am Krieg zu beteiligen. Daraufhin meldete er sich als Freiwilliger an der Front. Nach einer kurzen Ausbildungszeit zog er mit seiner Kompagne an die West-Front, wo er im ersten Gefecht am 26.September 1914 in der Nähe von Reims bei Loivre fiel.