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Aktualisierung :
29-Mai-2001

Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Heimatdichters 
Albert Trautmann


Märhämmelfaohrt

"Maria Himmelfahrt wird bekanntlich auf der ganzen Welt gefeiert, Märhämmelfaohrt nur in Clemenswerth." Mit diesen Worten beginnt Trautmann seine Erzählung "Märhämmelfaohrt". Es ist der gemeinschaftliche Festtag der Hümmlinger seit dem 15.10. 1741 und wird noch immer alljährlich in Sögel als kirchlicher und volkstümlicher Festtag gefeiert.
Vom Ortskern bis zum Marstall reichten damals die Buden, Karussels u.a.. Der Altar war im Freien zwischen Schlosskapelle und dem Pavillon Münster aufgebaut. Die Kapuzinerpatres feierten die Messe und die Prozession führte unter Marienliederklängen durch den Wald.
Wichtiger als alle Festbeschreibung ist Trautmann aber die Erwähnung einzelner Menschenschicksale gerade auch an diesen Tagen. Da ist das Ehepaar Bunten, deren einziger Sohn in der Fremde kurz vor der Heimkehr schwer krank geworden ist oder dessen heimliche Freundin, die 3 Jahre auf ihn wartet.

Textauszug
Vor drei Jahren, als ihr Spielkamerad in die Fremde wandern wollte, haben die beiden sich abends, zum erstenmal heimlich, an der Wallhecke ihres Gartens getroffen. Da hat er den starken Arm um sie geschlungen:
"Min leiwe Wichtken , wust du up mi wachten?"
"So lange, äs du wust, Wilhelm."
Dann hat er sie geküßt und wieder geküßt. Es war ein herrlicher Frühlingsabend. Über ihnen blühte und duftete der Flieder, in den Büschen sang die Nachtigall, der lauwarme Abendwind strich wie ein zarter Hauch durch die Fluren (...)


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Ansprechpartnerin: Irmgard Tönnies