Zum Literaturatlas


Startseite

Sein
Leben

Seine
Werke


Inhalt

Wir über
uns

 



























Letzte
Aktualisierung :
29-Mai-2001

Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Heimatdichters 
Albert Trautmann


Sommermorgen


In "Sommermorgen" zeigt sich Trautmann als detailgetreuer Naturschilderer, auch - oder gerade, wenn - es sich nur um einen Sommermorgen auf dem Hümmling handelt.
Das Dorf ist leer und still, kein Mensch ist draußen und alles ist dunkel. Am Morgen wird es hell und es kommt Leben ins Dorf. Die Kirchenglocke ruft zur Messe und die Kinder gehen in die Schule. Überall werden die Pferde herausgezogen und angeschirrt. Dann ist es wieder still, weil die Kinder zur Schule sind und außer den Alten und Kranken alle auf dem Feld sind.

Textauszug
Das ganze Dorf liegt wie ausgestorben und verzaubert. Das Schulgebäude am großen Brink sieht aus, als ob es schon Jahrhunderte lang leer gestanden habe, als ob nie wieder junges Leben in seine Mauern einziehen könne, jedoch zeugen im Sande des Spielplatzes zerstreut ein abgebrochener Griffel, ein Strumpfband, ein Hosenknopf und eine Mütze von neueren Ereignissen. Ringsum dehnt sich der Kamp mit den alten ernsten Eichen, deren belaubte Zweige ein dichtes grünes Dach bilden.. Es herrscht fast absolute Windstille, nur hin und wieder zieht ein Hauch, wie leises Flüstern durch die schweren Kronen. Unter den Bäumen lagert noch tiefe Dämmerung.


zurück                                                                                                    weiter


Ansprechpartnerin: Irmgard Tönnies