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Aktualisierung :
29-Mai-2001

Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Heimatdichters 
Albert Trautmann


Gerd sin Postkontor


Es war zu Trautmanns Zeiten üblich, dass in den Dörfern die Postagentur und die Gastwirtschaft in ein und demselben Haus untergebracht waren. So auch in der Erzählung "Gerd sin Postkontor". Trautmann kommentiert dies als "eine außerordentlich weise Maßregel der betreffenden Behörde, die den Männern zu einem Früh- und Nachmittagsschoppen verhelfen will..." Postgerd hilft als Postangestellter in allen Lebenslagen und scheut sich auch nicht, Briefe zu öffnen, zu kommentieren, um so alles in die richtigen Wege zu leiten. Auch sonst ist sein Postkontor gern besuchter Ort, um guten Rat bei unterschiedlichsten Sorgen zu erhalten.

Textauszug
Unterdessen sammeln sich in der Küche allerhand Männer - es geht gegen Mittag.
"Tau, Gerd, ne Pülle Beier, wat Donner Kerl, du brukst`t uk nich nett ale tau läsen."
"Och heere Kinners, ih möt nich so lästig wäsen, daor häb ih wat Zeitungen. Wilm," er ruft den Briefträger, "haol is Beier ut`n Keller un trek loß. - Süh, Morgen, Herr Lehrer, daor is uk`n Telegramm för jau."
Der alte pensionierte Lehrer, der hier morgens sein Schnäpschen zu trinken und die Zeitung zu holen pflegt, liest.
"Famos, wann ist die Nachricht gekommen?"
"Van Morgen all, man ick härre kin Menske in Huse. - Kinners, dei Herr Lehrer is dübbeld Grotvaoder waoren - hei mut einen utdauhn!"
Die anderen gratuliern, der Alte ist freudigerregt und tut wirklich ordentlich einen aus.


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Ansprechpartnerin: Irmgard Tönnies