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Aktualisierung :
29-Mai-2001

Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Heimatdichters 
Albert Trautmann


Am Herdfeuer bei kleinen Leuten

Mit der Geschichte "Am Herdfeuer bei kleinen Leuten" will
Trautmann zeigen, wie der Alltag der Bauern im 19. Jahrhundert
auf dem Hümmling aussah.
So bereitet die Frau, bevor die übrigen Familienmitglieder auf-stehen, das Frühstück vor. Nach dem gemeinsamen Frühstück geht der Vater aufs Feld, der ältere Sohn hütet die Schafe. Die jüngeren Kinder gehen zur Schule, mit Ausnahme der Kleinsten, um die kümmert sich die Frau neben der Hausarbeit. Zum Mittagessen trifft man sich in der Küche.
Am Abend sitzen alle am Herdfeuer, bis auf die Mutter, die noch auf der Diele beschäftigt ist. Der Vater erzählt den Kindern ein "Vertellsel" vom Heidemännchen, das einem verarmten Bauern nachts auf der Heide in die Hände fällt, ihm einen Klumpen Gold schenkt und so vor dem Ruin rettet.
Dann ist das Abendessen fertig; es gibt Buchweizen-Pfannekuchen und alle gehen zu Bett.

Textauszug
Das Ehepaar sitzt stumm am flackernden Herdfeuer. Die alte Uhr tickt schwerfällig, vernehmlich und gleichmäßig, wie nun schon seit langen, langen Jahren, ohne Unterbrechung und Ruhe. Tick - tack, tick - tack.
Von Stund zu Stund, von Tag zu Tag, jahraus, jahrein, in Freud und Leid, in Not und Tod.
Tick - tack, tick - tack.
Ob der Sturmwind braust, ob der Frühling lacht, ob die Heide blüht, und ob die Drossel zieht, ob Schnee und Eis- und Greisenzeit, ob Grabgesang - ob Hochzeitsfreud, - die Stunde kommt - die Stunde geht - bis die Zeit vorbei, - und alles vergeht.


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Ansprechpartnerin: Irmgard Tönnies