Interview mit Herrn Günter Domaszke

 

Schüler: Wie sind Sie darauf gekommen, Bücher auf Plattdeutsch zu schreiben?

Herr Domaszke: Vor Jahren bin ich auf eine Anzeige im "Weser Kurier" gestoßen, in der ein "rasender Reporter" gesucht wurde. Ich habe mich beworben und die Stelle bekommen. Einer meiner Aufträge war, einen Artikel über eine Lesung auf Plattdeutsch zu schreiben. Dabei entdeckte ich meine Liebe zu dieser Sprache.
 
 

Schüler: Wie lange schreiben Sie schon solche Bücher?

Herr Domaszke: 1995 habe ich mit dem Schreiben angefangen.
 
 

Schüler: Wann erschien Ihr erstes Buch?

Herr Domaszke: Das war 1996.
 
 

Schüler: Wie kommen Sie auf Ihre Geschichten?

Herr Domaszke: Ich schreibe überwiegend über Erlebnisse und Ereignisse aus meinem Leben und über Dinge, die ich gehört habe. Oft kommen mir die Ideen nachts, wenn ich träume. Damit ich sie bis zum nächsten Morgen nicht vergessen habe, nehme ich dann alles mit meinem Diktiergerät, das unter meinem Kopfkissen liegt, auf.
 
 

Schüler: Wissen Sie, wenn Sie anfangen zu schreiben, schon genau, wie die Geschichte verlaufen soll?

Herr Domaszke: Ich weiß es, weil ich es erlebt oder gehört habe.
 
 

Schüler: Wie wird Ihr nächstes Buch heißen?

Herr Domaszke: Ich weiß, wie es verlaufen soll, aber die Überschrift ist sehr schwer zu finden.
 
 

Schüler: Welches Ihrer Bücher finden Sie am besten?

Herr Domaszke: Immer das letzte, was ich geschrieben habe.
 
 

Schüler: Schreiben Sie an bestimmten Orten oder zu bestimmten Zeiten?

Herr Domaszke: Ich schreibe immer tagsüber, und zwar in meinem Büro in der Kellerwohnung.
 
 

Schüler: Was bedeutet es für Sie, plattdeutsche Bücher zu schreiben?

Herr Domaszke: Es ist für mich eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die mein Leben ausfüllt.
 
 

Schüler: Was wollen Sie mit Ihrem Schreiben erreichen?

Herr Domazke: Ich möchte, dass die plattdeutsche Sprache weiterlebt.