kessens@kessens.de

Der Schriftsteller Bernd Kessens wurde 1948 geboren in Bunnen im Landkreis Cloppenburg, der mit dem Landkreis Vechta das Oldenburger Münsterland bildet.
Nach dem Abitur am Clemens-August-Gymnasium beginnt der Autor 1968 in Münster das Studium der Philologie in den Fakultäten der Germanistik, der Geographie und des Sports.
Die Jahre des Studiums von 68 bis 72 wurden durch den Einfluss der 68-Generation geprägt. Diese Jahre waren gekennzeichnet durch den Aufstand der Studenten gegen die Verkrustung der gesellschaftlichen Strukturen, gegen die rückständische und starre Traditionen in Politik, Kunst, Kultur und Philosophie. In dieser Atmosphäre entwickelte sich ein „Neues Denken“ und dadurch wurde die Innovation auf allen gesellschaftlichen, kulturellen und gedanklichen Bereichen durchgesetzt.
In diesen vier Jahren wurde fast jeder Student von diesem Aufbruch erfasst, und auch Bernd Kessens wurde mehr oder weniger in dieser Weise sozialisiert.
Es ist demnach sicherlich festzustellen, dass auch der Autor Bernd Kessens in diesen Studentenzeiten die entscheidenden Impulse für Politik und Literatur gefunden und sie selbst realisiert hat. Das äußert sich seit 1970 in seinem politischen und literarischen Engagement, sowohl aktiv als Ratsmitglied respektive Kreistagsabgeordneter als auch als Schriftsteller in seinem literarischen Metier.
Kessens geht davon aus, dass der Mensch nicht in der Lage ist, seine „Freiheit“ real zu leben. Der Mensch wird zwar frei geboren, doch sein Dasein verbringt er in Ketten, manchmal in goldenen Käfigen, meint auch Kessens und nimmt damit den Standpunkt der Aufklärer bis in heutige moderne Zeit. Kessens befürchtet, dass der Mensch in einem wirren Geflecht von Widerständen gefangen ist.
Zwar nimmt Kessens an, dass die Genetik den Menschen erheblich dirigiert und zum Gefangenen seiner selbst machen kann, aber er fokussiert darüber hinaus seinen Blick auf die Psychologie und Linguistik, die den Menschen in einen Schraubstock respektive in ein Paradies (das ist dasselbe!) zwingt.





Der Autor hat bisher 7 Romane veröffentlicht:
1. den Detektivroman „Tatort Maisfeld“, der sich mit Umweltproblemen in der Region Südoldenburg beschäftigt, die die höchste Schweinedichte in der Welt aufweist.
2. den satirischen Schelmenroman „Narrenrepublik“, der sich mit dem Problem von politischen Minderheiten beschäftigt.
3. den psychologischen Roman „Die Angst des Stierkämpfers vor der Spitze des Horns“, der auf große Resonanz gestoßen ist und als Erklärungsmodell dafür gelten kann, warum manche Männer nicht Büroangestellte oder Lehrer, sondern Großwildjäger, Toreros, Schachspieler oder Autorennfahrer werden. 
4. den historischen Roman „Rabenfluch“, der mittlerweile bereits in 5. Auflage jetzt beim taurino-verlag erschienen ist und die Beziehungen zwischen Bauern, Leibeigenen und Heuerleuten zu Beginn des 19. Jahrhunderts in dramatischer Weise beschreibt. In der Region erfolgte eine starke Identifikation der Menschen mit diesem Roman. Bernd Kessens wird hier zum Sprachrohr eines sprachlosen Standes.
5. den historischen Roman „Freiheit und gebratener Speck“, der der Nachfolgeroman von „Rabenfluch“ ist und die erste Auswanderung aus Deutschland und die ersten Anfänge in Amerika in spannender Weise beschreibt.
6. den Liebesroman "Getanzte Liebe Flamenco", in dem der Autor die Liebe neu zu definieren versucht. Der Liebesroman ist eine Werther-Variation. Es geht um einen jungen sensiblen Menschen, der in die linguistischen Fallstricken gerät und sich nicht aus ihnen löst. Die Liebe zwischen zwei jungen Menschen kann nicht realisiert werden, weil durch die Moral der Gesellschaft, zementiert durch die Linguistik, die Bedingungen einer Liebe auf den Kopf gestellt werden.
7. den historischen Roman "... und an den Füßen eine goldene Uhr", in dem ein kirchenpolitisches Thema im Mittelpunkt ist. In diesem Dorf existiert ein Simultaneum mixtum, was bedeutet, dass ein Gottesdienst gleichzeitig von Katholiken und Protestanten in einer Kirche gefeiert ist. Der Pastor Droste ist ein Katholik, der Küster ein Protestant. Was aber als Beginn einer Ökumene anzusehen ist, ist in wirklicher Hinsicht ein „Kalter Krieg“ zwischen den Konfessionen. Spielball dieser Auseinandersetzungen ist Ranzen Donnerkeil, ein junger Mann, der in die Mühlsteine der Kirche, der Bauern, der Grundherren und des gesamten Dorfes kommt.