1906 wurde ein Teil der Holzmindener Straße in Raabestraße umbenannt.
1911

Der Verkehrsverein lässt eine kupferne Gedenkplatte am Raabehaus anbringen. Da diese während des 1. Weltkrieges als Metallspende abzugeben war, lässt Anfang der 20er Jahre der Raabeverein eine neue Gedenktafel aus Dolomit anfertigen.

1920

Am 19. Dezember gründen Eschershäuser Bürger den noch heute bestehenden Raabeverein. Er ist der “Gesellschaft der Freunde Wilhelm Raabes“ (gegründet am 08.09.1911) angeschlossen. Der Verein wird 1948 neu organisiert, da er 1934 seine öffentliche Tätigkeit eingestellt hat. Vorsitzender ist Dr. Mohnkopf, Direktor der Mittel- und Raabeschule. Danach leitete 25 Jahre lang Frau Maria Böttcher den Raabeverein. Seit Oktober 2000 ist Dieter Marahrens Vorsitzender.

1931

Die Stadt lässt ein neues Schulgelände errichten, da das alte, das heutige Rathaus, nicht mehr zeitgemäß ist und den steigenden Schülerzahlen nicht mehr gerecht wird. Im September wird die neue Schule als “Raabe - Mittelschule“ eingeweiht.

Am 9. September, zum 100. Geburtstag des Dichters, wird das Raabedenkmal vor der Schule im Rahmen eines größeren Festaktes eingeweiht. Das Denkmal schuf der Braunschweiger Bildhauer Sagebiel.

1957

In Raabes Geburtshaus richtet die Stadt eine Gedenkstätte ein mit Erinnerungsstücken, Urkunden und Bildern aus dem Besitz der Familie Raabe. Eigentümer des Hauses ist zu dieser Zeit die Familie Lucé.

1961

Die “Gesellschaft der Freunde Wilhelm Raabes“ verleiht der Stadt Eschershausen die Raabe- Plakette als Auszeichnung für ihre besonderen Verdienste um Raabe und sein Werk.

1972

erwarb die Stadt das Raabehaus zu einem Kaufpreis von 50 000 DM. Unterstützt wurde sie dabei von dem Landkreis Holzminden, der Stadt Braunschweig und der Raabegesellschaft. 1975 begannen Planung und Vorbereitungen für die Renovierung des Hauses.

1981

Am 6. September werden das renovierte Raabehaus und die erweiterte Gedenkstätte eingeweiht in Verbindung mit einem Festakt zum 150. Geburtstag des Dichters. Gleichzeitig erscheint die “Denkschrift zum 150.Geburtstag Wilhelm Raabes“.

 

Die Volksbank Eschershausen prägt eine “Wilhelm- Raabe- Gedenkmünze“ in einer Auflage von 1000 Exemplaren. Im Rahmen einer Feierstunde im Dezember 1980 übergibt  Bankdirektor Heinrich Arste das erste Stück der neugeprägten Münzen der Stadt. Der Vorschlag zur Prägung der Gedenkmünze war von dem Lehrer i.R. Wilhelm Mundt ausgegangen, der auch für das Erscheinen der Denkschrift verantwortlich war. Wilhelm Mundt betreute das Raabehaus und das Stadtarchiv. Bereits am 2. Januar des Jahres wird im Postamt Eschershausen in einer kleinen Feierstunde ein Sonderstempel vorgestellt, der 1981 eingesetzt werden soll. Der Stempel zeigt den Kopf Raabes, sein Geburtshaus, den Aufdruck “Eschershausen,  Geburtsort des Dichter Wilhelm Raabe“, die Jahreszahlen 1831- 1910 und die  Postleitzahl 3456. Mit diesem Stempel werden 1981 alle Sendungen versehen, die das Postamt Eschershausen verlassen.

Sondermünze

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1996

Am 8.September gibt die Stadt Eschershausen in der Nord/LB einen Empfang für Vertreter der Internationalen Raabe- Gesellschaft und eröffnet gleichzeitig die Ausstellung “Wilhelm Raabe und Eschershausen“ in den Räumen der Nord/LB. Im Anschluss an den Empfang wird um 13.00 Uhr in einer öffentlichen Feier der umgestaltete Marktplatz mit dem neuen Raabebrunnen eingeweiht. Die Festrede hält der mit Eschershausen eng verbundene Dr. Sporn von der Raabe-Gesellschaft.

 
Den Mittelpunkt des Marktplatzes bildet jetzt der Raabebrunnen mit einer vierseitigen Stele. Neben einer Übersicht der wichtigsten biografischen Angaben sind an zwei Seiten Zitate aus Raabes Werken “Die Kinder von Finkenrode“ und “Die Chronik der Sperlingsgasse“ angebracht. An der vierten Seite der Stele findet sich ein Zitat aus einem Brief Raabes an seine Mutter, das die 

Beziehung des Dichters zu den Orten seiner Kindheit wiedergibt: 

Es ist eine Gegend, in der man schon mit erklecklichem Behagen geboren worden sein kann. Eine recht schöne Gegend, in der wirklichen Bedeutung des Wortes.