Ein Verdächtiger Startseite Die Bibliothek - für immer verschollen

       Das Motiv: verbotene Bücher

 

Daraufhin gingen die Spurensucher zum Bibliothekar Poppo de Kreikowitsch um ihn zu befragen.

Poppo war wie jeden Abend in der Bibliothek. Er sah ziemlich übermüdet aus, doch bei dem Anblick der Spurensucher erschrak er und wurde hellwach. Er war gerade dabei eine Bibel ins Lateinische zu übersetzen. In seinem Gesicht zeichneten sich Spuren schwerer Zeiten ab. Sein Leben war schwer gewesen und das sah man ihm an.

Nach einem langem Verhör über vier Stunden gestand er den Mord an Johannes von Oldenburg. Was war sein Motiv gewesen? Johannes von Oldenburg hatte zufällig eines Nachts mitbekommen, wie der Bibliothekar Versammlungen der Laienbrüder besucht hatte, auf denen diese ihrem Unmut über ihr Leben im Kloster Luft machten. Der Bibliothekar Poppo de Kreikowitsch hatte ihnen dabei anscheinend aus Büchern vorgelesen, die sie gegen die Mönche aufbrachten. 

Am nächsten Tag ging Poppo, der sich vor einer Verbannung aus dem Kloster fürchtete, zum Botanikus und verlangte von ihm eine Lösung, mit der er Flecken aus alten Manuskripten entfernen konnte. Dieses Gift, das für Menschen tödlich wirkt, mischte er in das Glas von Johannes, als der am selben Tag ein Gespräch mit Poppo suchte. Nachdem er ihn vergiftet hatte, schleifte er ihn in der nächsten Nacht zum Fischteich, der nicht weit vom Kloster entfernt lag.

Welcher Art waren die Bücher, aus denen Poppo den Laienbrüdern vorgelesen hatte und wegen derer er einen Mord begangen hatte? Diese Frage stellten sich die Spurensucher, und sie nahmen sich vor, am nächsten Tag die Bibliothek zu durchsuchen.

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