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Gründung und Niedergang des Klosters Ihlow

 

1228 wurde das Kloster Ihlow als Tochterkloster des Klosters Aduard (nahe Groningen) gegründet. Es hatte den Namen schola dei (latein.: Gottesschule). Es zeigte in seiner Bautechnik und in seinen Maßen deutliche Verwandtschaft mit dem Aduarder Kloster. Das Ihlower Kloster war zu seiner Zeit das zweitgrößte Kloster zwischen Groningen und Bremen. Das Kloster war 67,60 m lang und im Querschiff 34,80 m breit.

Ein Modell des Klosters Aduard:

Modell des Klosters Aduard

In der Gegend gab es damals viele Bauern, die zwei oder drei Söhne hatten. Da nur der älteste von ihnen die Landwirtschaft übernehmen konnte, gingen die anderen Brüder mit 18 oder noch jünger zum Beispiel ins Kloster, um dort als Laienbrüder zu arbeiten oder Mönch zu werden. Da die Verhältnisse im Kloster sehr schwierig waren – es gab z.B. nur einen beheizten Raum - starben viele nach 4 bis 5 Jahren harter Arbeit im Kloster.

Um 1430 wurde das Siegel des Ihlower Abtes stellvertretend für das Auricher Land benutzt, und man nimmt an, dass im Kloster Ihlow das Siegel des Upstalsboom,  dem Zentrum der "friesischen Freiheit", verwahrt wurde und dass von hier aus die Verwaltung des Bundes betrieben wurde. 1517 fungierte der Ihlower Abt als Siel- und Deichrichter.

Nach der Reformation 1525 ließ Graf Enno II. das Zisterzienserkloster Ihlow abreißen, indem er die Fundamente untergraben ließ. Anschließend wurde das Kloster geplündert. Der Altar von Ihlow wurde nach Aurich in die Lamberti-Kirche gebracht, wo er heute noch steht. Danach baute sein jüngerer Bruder, Graf Johann, an die Stelle, wo das Kloster stand, ein Jagdschloss, zum Teil mit den Ziegeln des Klosters.

Modell der Klosterkirche Ihlow

 

Mehr Informationen über den Zisterzienserorden: vgl. die Seite Links.

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