Von den Ereignissen vor meiner Ankunft im Kloster wurde mir von einem der
Mönche berichtet.
An einem nebeligen Morgen drei Tage zuvor war einer der Mönche fischen gegangen, um
für das Mittagessen zu sorgen. Er warf die Angel aus und nach nur kurzer Zeit hatte er
etwas gefangen. Er holte die Angel ein und zog eine graue Kutte aus dem Wasser. Da er
ziemlich erschrocken war, entschloss er sich die Kutte meinem Vorgänger, dem Abt Alard
von Danzig, zu zeigen.

Der Fischteich an
der Klosterstätte
Der Abt schickte einen
Suchtrupp los, um herauszufinden, wem die Kutte gehören könnte. Nach einigen Stunden
kehrte die Truppe mit einem grausigen Fund zurück: Die Leiche des Johannes von Oldenburg
war im Schilf des Fischteiches gefunden worden. Sie war bereits aufgedunsen, sein Gesicht
machte jedoch einen friedlichen Eindruck. Seine Augen waren geschlossen. Es herrschte
entsetztes Schweigen unter den Mönchen, alle waren von dem Tod des Mönchs sehr
überrascht. Mein Vorgänger, der Abt Alard von Danzig, der schon vorher das
Generalkapitel der Zisterzienser wegen der Zustände im Kloster um Hilfe gebeten hatte,
erwartete ungeduldig meine Ankunft. |